Mönche gehen aufeinander los: Prügeleien in der Jerusalemer Grabeskirche
zuletzt aktualisiert: 09.11.2008 - 17:23Jerusalem (RPO). In der Jerusalemer Grabeskirche haben sich armenische und griechische Christen Schlägereien geliefert. 20 bis 30 griechische Mönche sollen eine Prozession gestürmt haben. Die Polizei musste einschreiten. Es kam zu brutalen Ausschreitungen.
In dem Gotteshaus werden schon seit der Antike der Golgatha-Felsen, auf dem nach biblischer Überlieferung Christus gekreuzigt wurde, das leere Grab sowie weitere Stationen des Leidensweges Jesu verehrt.
Gemäß den Regeln des sogenannten Status quo, der die Besitzverhältnisse und liturgischen Handlungen aller sechs an der Grabeskirche ansässigen Konfessionen regelt, sollte sich weder ein Grieche noch ein Lateiner im Jesus-Grab aufhalten, wenn der armenische Bischof dorthin kommt.
Nach Darstellung eines Vertreters des armenischen Patriarchates, George Hintlian, gelang es der israelischen Polizei, die Griechen abzudrängen. Der armenische Bischof habe zunächst auf den Besuch im Grab verzichtet.
Nach gescheiterten Verhandlungen der Streitparteien sei es dann zu einem zweiten Ansturm griechischer Mönche auf die Prozession gekommen. Die Polizei habe sich zwar "redlich bemüht", angesichts der blutigen Zusammenstöße die Ordnung wiederherzustellen. Dabei habe sie aber auch selbst zu "exzessiver Gewalt" gegriffen, so der Vertreter der Armenier.
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