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Fund am Strand
Rätselraten um mysteriöse Kreatur in Sibirien

Sachalin. Am Strand der russischen Insel Sachalin ist der Körper eines Tieres angespült worden, das Experten vor ein Rätsel stellt. Es sieht aus wie ein sehr großer Delfin, hat aber Fell. Von Judith Conrady

Die "Siberian Times" berichtete als erste über den mysteriösen Fund, und seitdem verbreiten sich die Fotos der Kreatur in den sozialen Netzwerken und veranlassen Forscher in aller Welt zum Spekulieren. Der Körper des toten Lebewesens ist stark verwest und wurde offenbar von anderen Tieren angefressen, was die Sache nicht einfacher macht.

Fest steht: Das Wesen ist ungefähr doppelt so lang wie ein Mensch, hat eine Art Schnabel und - und spätestens hier wird die Sache mysteriös - ein Fell. Inzwischen gibt es mehrere Theorien, um was für eine Kreatur es sich handeln könnte:

  1. Ein Ganges-Delfin Mehrere Experten vermuten aufgrund der Körperform, dass das Tier ein Ganges-Delfin ist. Diese Theorie hat allerdings mehrere Haken: Erstens leben Ganges-Delfine, wie der Name schon sagt, im indischen Ganges und benachbarten Gewässern und nicht im fernen Osten Russlands. Das Tier müsste sich also ziemlich weit verirrt haben. Zweitens sind sind sie kleiner - man geht von einer maximalen Größe von 2,60 Meter aus. Und drittens haben sie kein Fell.
  2. Ein Urzeit-Wesen David Smith, Professor für Meeresbiologie an der Essex University, hält es für möglich, dass es sich bei dem Tier um ein Urzeit-Wesen handeln könnte, das über viele Jahrtausende im ewigen Eis eingeschlossen war. Durch die Erderwärmung könne das Eis geschmolzen sein und das Tier freigegeben haben, sagte Smith der "Daily Mail". Auch der Oxford-Professor Alex Rogers hält dieses Szenario für möglich. Die beiden Wissenschaftler spekulieren, dass es sich sogar um ein sehr stark verwestes Mammut handeln könnte.
  3. Die Algen-Theorie Meeresbiologe Smith hat noch eine andere Idee, wie der Fund zu erklären sein könnte. Das einzig wirklich Mysteriöse an dem Kadaver ist das Fell - doch was, wenn es sich gar nicht um Fell handelt? Der Professor hat die Idee ins Spiel gebracht, auf dem Körper des Tieres (das dann wahrscheinlich wirklich ein Delfin wäre) könnte sich eine seltene Art von Fadenalgen festgesetzt haben. 
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