Deutsche Soldaten verhaftet: Raketen zwischen Apfelsinen versteckt
zuletzt aktualisiert: 30.01.2008 - 16:03Rom/Berlin (RPO). In Italien sind zwei deutsche Lastwagenfahrer wegen "illegalen Transports von Kriegsmaterial" festgenommen worden. In ihrer Apfelsinen-Ladung waren Mittelstreckenraketen gefunden worden. Nach griechischen Angaben handelte es sich aber um nicht funktionsfähige Geschosse.
Die Raketen waren bei einer Kontrolle im südostitalienischen Hafen Bari zwischen einer Ladung Apfelsinen entdeckt worden. Die italienische Polizei teilte mit, die LKW-Fahrer hätten nicht die dafür erforderlichen Genehmigungen. Es handele sich allerdings nicht um Waffenschmuggel.
Ein Vertreter der griechischen Armee erklärte, es handle sich um inoffensive Raketen-Attrappen, die bei Manövern eingesetzt würden. Sie hätten zwei Jahre auf dem griechischen Luftwaffenstützpunkt Andravida gelegen, bevor sie von einer deutschen Firma abgeholt wurden, die zum Luft- und Raumfahrtkonzern EADS gehört. Die iatalienische Polizei hatte gesagt, in dem Lastwagen hätten sich Unterlagen mit zwei verschiedenen deutschen Städten als Zielangaben befunden.
Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums sagte, es handle sich nach den in Berlin vorliegenden Erkenntnissen um nicht funktionsfähige Raketen. Die deutschen Behörden prüften den Vorfall aber.
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