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Zehn Jahre Haft drohen: Rapper Bushido soll auf Kaution frei kommen

zuletzt aktualisiert: 17.08.2005 - 16:47

Linz (rpo). Nach seiner Festnahme im österreichischen Linz soll der deutsche Rapper Bushido gegen eine Kaution von 100.000 Euro wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Der 26-Jährige müsse darüber hinaus einen Wohnsitz in Linz anmelden, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf Bushidos Anwalt Thomas Moser berichtet.

Bushido drohen zehn Jahre Haft.  Foto: Aggro Berl (Groove Attack)
Bushido drohen zehn Jahre Haft. Foto: Aggro Berl (Groove Attack)

Der Rapper war am 4. August nach einer Schlägerei festgenommen worden, er soll einen 20 Jahre alten Österreicher verprügelt haben.

Laut einem Bericht der Zeitschrift "Bravo" fand am Mittwochvormittag ein Haftprüfungstermin statt. Bushido habe "mit blauem Strickpulli, Jeans und gesenktem Kopf" den Gerichtssaal betreten. Bis zur Hinterlegung der Kaution bleibe er in Untersuchungshaft.

Bushido soll zusammen mit zwei Leibwächtern den 20-Jährigen schwer verletzt haben, weil der angeblich die Reifen seines 7er-BMW zerstochen hatte. Der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt, kam wegen Verdachts der schweren Körperverletzung in so genannte Verwahrungshaft. Moser sagte APA, das Gericht habe Bushido eine Anti-Aggressionstherapie nahe gelegt.

Laut APA erlitt der junge Österreicher bei der Schlägerei ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Gehirnblutung. Sollte ein noch ausstehendes Gutachten Folgschäden ergeben, drohen Bushido im Fall einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft. "Bravo" hat ein Interview mit dem Geschädigten Dominik P. geführt.

Quelle: ap

 
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