Vatikan: Gesundheitszustand hat sich nicht verschlechtert: Ratzinger ruft zum Gebet für den Papst auf
zuletzt aktualisiert: 30.09.2003 - 18:54München/Rom (rpo). Nachdem Kardinal Joseph Ratzinger in einer Illustrierten mit den Worten zitiert wurde "Wir sollten für den Papst beten", stellte der Vatikan jetzt klar, dass sich der Gesundheitszustand von Johannes Paul II. nicht verschlechtert habe.
Die Illustrierte "Bunte" hatte in ihrer Dienstagsausgabe Kardinal Joseph Ratzinger mit den Worten zitiert: "Es geht ihm schlecht ... Wir sollten für den Papst beten." Dies bedeute jedoch nicht, dass sich der Zustand des parkinsonkranken Papstes weiter verschlechtert habe, erklärte Ratzingers Privatsekretär.
Ratzingers Äußerungen reflektierten lediglich die allgemeine Sorge um die Gesundheit des Papstes, sagte Monsignore Georg Gänswein. Die in der "Bunten" veröffentlichten Zitate stammten zudem nicht aus einem formellen Interview. Vielmehr habe Ratzinger erläutert, warum der Papst einer Gruppe deutscher Brauereibesitzer keine Audienz gewähren konnte. Der 83-Jährige müsse sich gerade in diesen Tagen schonen, weil er im Oktober viele anstrengende Termine vor sich habe - darunter die Feierlichkeiten zu seinem 25. Amtsjubiläum.
Nach Angaben des Vatikans wird Johannes Paul II. am Mittwoch wieder die wöchentliche Generalaudienz abhalten, die er vergangene Woche wegen eines Darmleidens abgesagt hatte. Am Sonntag werde er zudem eine Messe auf dem Petersplatz feiern, bei der drei Geistliche heilig gesprochen werden sollen.
"Noch glaubwürdiger"
Im Gespräch mit der "Bunten" hatte Ratzinger der Einschätzung zugestimmt, dass sich der Papst zu viel zumute. Er könne ihn davon aber nicht abhalten. Gänswein sagte der Zeitschrift, der Papst "kann zwar nicht mehr gehen und stehen, aber für die Gläubigen ist er ein Held. Wie er trotz seiner Krankheit nicht aufgibt - das macht ihn noch glaubwürdiger." Das Reisen werde er nicht aufgeben: "Wenn er nicht mehr reisen darf, holt ihn der liebe Gott."
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