Mexiko-Stadt: Rauchender Protest für Marihuana-Legalisierung
zuletzt aktualisiert: 06.09.2010 - 10:19Mexiko-Stadt (RPO). In Mexiko-Stadt haben mehr als 200 Menschen öffentlich Marihuana geraucht, um für die Legalisierung der Droge zu werben. Trotz Nieselregens versammelten sich die Demonstranten am Sonntag im Alameda-Park im Zentrum der mexikanischen Hauptstadt und zündeten ihre Joints oder Marihuana-Pfeifen an, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.
In Mexiko ist Marihuana als illegale Droge eingestuft. Der Besitz kleiner Mengen für den privaten Gebrauch ist jedoch erlaubt. Die Unterstützung für die Legalisierung sogenannter weicher Drogen wächst in Mexiko, vor allem im linken politischen Spektrum. Aber auch der frühere mexikanische Präsident Vicente Fox, Parteifreund des amtierenden konservativen Präsidenten Felipe Calderón, hatte sich mehrfach dafür ausgesprochen.
Befürworter einer Legalisierung argumentieren, diese könnte die Gewalt im Drogenmilieu verringern. Im Krieg zwischen den Drogenbanden in Mexiko kamen in den vergangenen Jahren rund 28.000 Menschen ums Leben.
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