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Nigeria: Rebellen wollen entführte Deutsche freilassen

zuletzt aktualisiert: 14.08.2008 - 20:12

Lagos (RPO). Die Freilassung von zwei am 11. Juli in Nigeria verschleppten Deutschen steht offenbar kurz bevor. Eine Rebellengruppe hat am Donnerstag erklärt, ihre Kämpfer hätten die Geiseln befreit.

Seit dem 11. Juli sind die beiden Mitarbeiter des Baukonzerns Bilfinger Berger entführt. Am Donnerstag erklärte die Bewegung für die Emanzipation des Niger-Deltas, die größte Rebellengruppe des westafrikanischen Landes, per E-Mail, ihre Kämpfer hätten die beiden Mitarbeiter des Baukonzerns Bilfinger Berger aus der Hand ihrer Geiselnehmer befreit. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben war vorerst nicht möglich.

Die größte Rebellenbewegung hatte schon vor einiger Zeit ihre Hilfe zur Befreiung der beiden Deutschen angeboten. Dann drohte sie jedoch mit Übergriffen auf sämtliche Büros von Bilfinger Berger in Nigeria, nachdem die Firma aus Sicherheitsgründen ihre Arbeit in den Ölfeldern des Niger-Deltas eingestellt hatte. Diese Drohung wurde am Donnerstag als Finte bezeichnet, um die "kriminellen Geiselnehmer" zu täuschen und die Deutschen befreien zu können. Wie es in der E-Mail weiter hieß, soll einer der beiden Entführten eine schwere Rückenverletzung erlitten haben.

Die beiden Männer wurden am 11. Juli bei einem Sturm auf das Firmengelände in Rumuji im Süden des Landes verschleppt. Ein Soldat soll bei dem Überfall getötet worden sein. Rumuji liegt in der Nähe von Port Harcourt, der Hauptstadt des nigerianischen Staates Rivers.

Quelle: ap

 
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