Laut Ungarischer Polizei: Rechtsanwalt offenbar Drahtzieher des Flick-Sarg-Raubs
zuletzt aktualisiert: 02.12.2009 - 19:16Budapest/Wien (RPO). Hinter dem mysteriösen Diebstahl des Sargs mitsamt der Leiche des Milliardärs Friedrich Karl Flick soll nach Angaben der ungarischen Polizei ein 41-jähriger Rechtsanwalt aus Budapest stehen.
E-Mails und Telefonverkehr hätten gezeigt, dass die Fäden in dem mysteriösen Fall in die ungarische Hauptstadt führten, sagte der Budapester Polizeichef Gabor Toth laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA am Mittwoch vor der Presse. Der mutmaßliche Drahtzieher wurde demnach festgenommen. Die Entführer sollen nach Angaben des Bundeskriminalamts in Wien Lösegeld in Höhe von insgesamt sechs Millionen Euro gefordert haben.
Die ungarische Polizei nahm laut Toth am 26. November Ermittlungen auf, nachdem aus einem Budapester Hotel E-Mails abgefangen worden waren, bei denen es um den verschwundenen Sarg ging. Die Spuren führten die Ermittler zu einem 31-jährigen Hilfsarbeiter. Dieser sagte aus, im Auftrag des Juristen unter anderem für umgerechnet etwa 740 Euro einen Sarg von Wien nach Budapest gebracht zu haben. An dem Transport mit einem Kleinlaster seien insgesamt vier Männer beteiligt gewesen, darunter drei Rumänen. Für seinen Geldgeber habe der Hilfsarbeiter nach eigenen Angaben noch weitere Aufgaben übernommen.
Der Raub von Flicks Leiche samt Sarg aus seinem Grab auf dem Friedhof im österreichischen Velden war im November vergangenen Jahres bekannt geworden. Alle Ermittlungen verliefen zunächst im Sand. Am vergangenen Montag dann gab die österreichische Polizei bekannt, dass der Sarg in Ungarn entdeckt und an die Behörden in Wien überstellt worden sei. Inzwischen wurde er der Familie des Milliardärs zurückgegeben.
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