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Barack Obama winkt bedrückt müde Panorama ap09
  Foto: AP, AP
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Nächste Panne im Weißen Haus: Rentner frühstücken mit Obama

zuletzt aktualisiert: 16.12.2009 - 11:07

Washington (RPO). Die größte Sicherheitspanne unter US-Präsident Barack Obama ist erst dreieinhalb Wochen her, da gibt es im Weißen Haus den nächsten Fauxpas. Ein Versehen hat einem amerikanischen Rentnerehepaar unverhofft ein Frühstück mit Barack und Michelle Obama verschafft.

Harvey und Paula Darden drangen zwar nicht mit dem Vorsatz ins Innerste der Präsidentenresidenz vor, wie das kürzlich ein Paar am 24. November beim Staatsbankett für den indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh getan hatte. Ihr Fall brachte die Sicherheitsverantwortlichen aber wieder in Erklärungsnot, warum nicht auf einer Gästeliste stehende Personen trotzdem ins Weiße Haus vorgelassen wurden.

Die Dardens waren vor dem Singh-Besuch von ihrem Kongressabgeordneten aus ihrem Heimatstaat Georgia zu einer Besichtigungstour eingeladen worden. Sie kamen aber einen Tag zu früh. Die Wachleute nahmen ihre Personalien auf, ließen im Hintergrund eine Überprüfung nach Straftaten laufen - was sie bei Tareq und Michaele Salahi nicht machten, die später mit ihrer ungebetenen Teilnahme am Abendessen Schlagzeilen machten. Weißes Haus und Sicherheitsdienst verweisen nun auf diese erfolgten Kontrollen. Die Dardens seien einfach ins Weiße Haus gelassen worden, weil an dem Tag keine öffentlichen Touren anstanden.

Für den 67-jährigen pensionierten Apotheker Harvey Darden war diese Erklärung Wochen später neu. Sie dachten zunächst, sie würden ihre Besichtigung beginnen, als sie die erste Kontrolle passierten. "Je mehr wir ins Weiße Haus hineinkamen, umso überraschter wurden wir", sagte er in einem Telefoninterview mit der AP. "Meine Frau sah mich an, und ich sah sie an, und ich sagte: 'Ich glaube, wir sind hier nicht richtig.'" Das hätten sie auch einem Bediensteten gesagt. Der habe ihnen gesagt, sie sollten einfach weitergehen.

"Ich fühlte mich ein wenig komisch, weil ich der einzige Mann im Raum war, der nicht in Schlips und Kragen ging", sagte Darden. "Ich war nur ein einfacher Tourist." Der Sprecher des Weißen Hauses, Nick Shapiro, erklärt dazu, dass die Dardens nach der Überprüfung des Sicherheitsdienstes aus reiner Freundlichkeit bis zu den Obamas vorgelassen worden seien. Es sei nicht ungewöhnlich, dass Besucher unangemeldet zu Veranstaltungen im Weißen Haus zugelassen werden, wenn es noch freie Plätze gebe. Das war am Tag des Besuchs der Dardens ein Frühstück Obamas mit Veteranen der Streitkräfte.

Als sie die Kontrolle vor dem East Room erreichten, stellten Beamte fest, dass die Dardens nicht auf der Gästeliste standen. Sie wurden aufgefordert, sich auszuweisen. Danach wurden sie in den Raum eingelassen, in dem sich 200 Personen zum Frühstück mit den Obamas versammelt hatten.

Harvey Darden wandte sich erneut an einen Beamten: "Ich sagte ihm, dass ich nicht denke, dass dies Teil einer Besichtigung des Weißen Hauses sei. Er sagte: 'Nein, ist es nicht. Es ist eine Veranstaltung für geladene Veteranen.'" Der Mann habe ihn gefragt, ob er nicht auch ein Veteran sei. Darden antwortete, er sei bei der Marine gewesen. Der Beamte habe gesagt, dann könne er doch bleiben.

Die Dardens bedienten sich am Büffet und setzten sich an einen Tisch. Kurz darauf kamen Barack und Michelle Obama, auch Vizepräsident Joe Biden und seine Frau Jill schauten vorbei. Darden sagte, es sei schön gewesen, die Obamas und Bidens aus der Nähe zu erleben. Er bedauere nur, dass seine Frau und er bislang keinen Abzug von dem Foto bekommen hätten, das von ihnen mit den Obamas gemacht worden sei.

Quelle: AP/spo

 
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