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Kunst
Rijksmuseum in Amsterdam ändert rassistische Gemäldenamen

Rijksmuseum in Amsterdam ändert rassistische Gemäldenamen
Aus der "Negerbediensteten" ist eine "junge schwarze Bedienstete" auf dem Gemälde von Jan Mijten geworden. FOTO: Rijksmuseum
Amsterdam. Das Rijksmuseum in Amsterdam hat Kunstwerke mit rassistisch klingenden Namen umbenannt. Darunter fallen Begriffe wie Neger, Eskimo oder Indianer. 

Die ursprünglichen Namen auf den Gemälden, etwa Neger, Eskimo, Indianer und "die Hottentotten" seien zwar in den Aufzeichnungen des Museums vermerkt, "wir werden sie nur nicht mehr in der Ausstellung des Museums zeigen", erklärte Pressesprecher Boris de Munnick auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Etwa 300 Namen in unterschiedlichen Werken in dem niederländischen Nationalmuseum am Museumsplein im Amsterdamer Stadtteil Oud-Zuid sollen geändert werden. So werde das Bild "Der Eskimo" künftig mit "Inuit" betitelt, der "Neger" heiße dann "Schwarzer". Auch werde zukünftig das Wort "exotisch" nicht mehr verwendet, wenn sich ein Kunstwerk-Name auf Kulturen außerhalb Europas beziehe, so de Munnick.

Das Rijksmuseum in Amsterdam beherbergt neben einer großen niederländische Malerei-Sammlung auch asiatische Kunstobjekte und Artefakte zur niederländischen Geschichte. Etwa eine Million Objekte besitzt das Museum, rund 8.000 werden ausgestellt.

(joh/KNA)
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