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Rimini
Letzter Verdächtiger einer Gruppen-Vergewaltigung gefasst

Rimini: Letzter Verdächtiger einer Gruppenvergewaltigung gefasst
Ein Polizist am Strand von Rimini. In dem Bereich fand eine der Vergewaltigungen statt. FOTO: ap, DRN
Rom. Nachdem zwei Frauen am Strand des italienischen Urlaubsortes Rimini von mehreren Männern mehrfach vergewaltigt worden waren, konnte auch der letzte der vier Verdächtigen gefasst werden.

Der 20-jährige Asylbewerber aus dem Kongo sei über sein Handy aufgespürt und in einem Zug festgenommen worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Bei den anderen drei Verdächtigen handelte es sich um einen 16-jährigen Nigerianer und zwei marokkanischstämmige, in Italien geborene Brüder im Alter von 15 und 17 Jahren.

Polen will Auslieferung

Polen will nach der Gruppenvergewaltigung die Auslieferung der vier Verdächtigen beantragen. Das kündigte Vizejustizminister Patryk Jaki am Montag an. Die vier Männer sollten eine harte Strafe erhalten, damit andere abgeschreckt würden, ähnliche Taten zu begehen, sagte Jaki. Ob Italien der Auslieferung zustimmen wird, ist unklar.

Sie alle waren anhand von Aufnahmen einer Überwachungskamera identifiziert worden. Die Brüder stellten sich am Samstag selbst, nachdem die Behörden die Bilder veröffentlicht hatten.

Der Nigerianer wurde wenig später in einem Ort nahe Rimini festgenommen. Die drei wurden in eine Jugendhaftanstalt gebracht. In den kommenden Tagen soll ein Richter entscheiden, ob sie und der 20-Jährige in Untersuchungshaft bleiben.

Vier Männer sollen Vergewaltigungen in Rimini begangen haben

Die vier jungen Männer sollen eine 26-jährige Polin an einem Strand wiederholt vergewaltigt haben, nachdem sie deren Ehemann bewusstlos geschlagen hatten. Nur eine Stunde später sollen sie ganz in der Nähe auch eine Peruanerin vergewaltigt haben.

Die Herkunft der Verdächtigen wurde von Einwanderungsgegnern als Beweis für die negativen Folgen der Massenmigration von Afrika nach Italien angeführt. Der verdächtige Kongolese war 2015 einer von vielen tausend Menschen gewesen, die über das Mittelmeer nach Italien gelangen wollten und auf See gerettet wurden.

(csr/ap)
 
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