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Übergriffe in Belfast: Rumänen flüchten vor Rassisten in Kirche

zuletzt aktualisiert: 17.06.2009 - 11:36

London (RPO). Nach rassistischen Übergriffen in Belfast haben mehr als 100 Rumänen Schutz in einer Kirche gesucht. Die nordirische Polizei half am Dienstagabend etwa 20 Familien, ihre Wohnungen zu verlassen und brachte sie für die Nacht in dem Gotteshaus unter.

Two residents of the Falls Road, a mainly Catholic area look at President of Sinn Fein, Gerry Adams, while out walking d Foto: AFP, AFP
Two residents of the Falls Road, a mainly Catholic area look at President of Sinn Fein, Gerry Adams, while out walking d Foto: AFP, AFP

Unter den betroffenen Einwandern war auch eine Mutter mit einem erst fünf Tage alten Baby. Einige erklärten, sie wollten nach den Angriffen wieder in ihre Heimat zurückkehren.

Hinter der Gewalt stecke vermutlich "eine kleine Gruppe rassistischer Schläger", sagte der Pastor der Kirche, Malcolm Morgan, dem Sender GMTV. Am Mittwoch wurden die Rumänen in ein Bürgerzentrum gebracht, wo sie mehr Platz zur Verfügung haben.

Am Montag war es während einer Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit in Belfast zu Pöbeleien gekommen, dabei flogen Flaschen und es wurden Nazi-Parolen gerufen. Außerdem wurden mehrere Häuser von Rumänien angegriffen.

Bürgermeisterin Naomi Long verurteilte die Übergriffe. Belfast und Nordirland seien auf dem Weg "in eine leuchtende und gemeinsame Zukunft", und eine kleine Minderheit dürfe diesen Weg nicht beeinträchtigen oder Menschen aus ihren Häusern vertreiben, sagte Long am Mittwoch.

Quelle: AP

 
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