Nach ausländerfeindlichen Übegriffen: Rumänen verlassen Kirchenasyl in Belfast
zuletzt aktualisiert: 18.06.2009 - 12:38Belfast (RPO). Mehr als 100 Rumänen, die nach einem ausländerfeindlich motivierten Anschlag in Belfast Zuflucht in einer Kirche gesucht hatten, sind in Übergangswohnungen umgezogen.
Nach Angaben der Tageszeitung "The Irish Times" waren die rund 20 Familien am Mittwoch vorübergehend in einer Tennis-Arena untergebracht.
Nach Angaben der Zeitung stehen Paramilitärs der Ulster Defence Association (UDA) unter Verdacht, die Roma-Familien attackiert zu haben. Deren Repräsentanten verurteilten jedoch die Anschläge und Einschüchterungen.
Nach einer Solidaritätskundgebung für die osteuropäischen Migranten war es am Montagabend in Belfast zu Ausschreitungen gekommen. Dabei hätten Jugendliche unter anderem mit Flaschen geworfen und den Hitler-Gruß gezeigt, berichteten britische Medien.
Demnach haben rassistische Zwischenfällen in Nordirland in den vergangenen Monaten zugenommen. Regierungsvertreter wollten sich am Donnerstag mit dem rumänischen Generalkonsul in London zu Gesprächen treffen.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.