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Motorradklub
Russische "Nachtwölfe" an polnischer Grenze abgewiesen

"Nachtwölfe" brechen nach Berlin auf
"Nachtwölfe" brechen nach Berlin auf FOTO: ap
Terespol. Polnische Grenzschützer haben zehn Motorradfahrer des russischen Rockerclubs "Nachtwölfe" an der Einreise nach Polen gehindert. Sprecher Dariusz Sienicki gab das Vorgehen am Montag bekannt, nachdem sich Mitglieder der nationalistischen Gruppe der Grenze genähert und versucht hatten, in das EU-Land zu gelangen.

Polnische Behörden hatten vergangene Woche angekündigt, die Biker nicht ins Land zu lassen. Ihre Anwesenheit in Polen würde als Provokation betrachtet, hieß es.

Rund 20 Mitglieder der "Nachtwölfe" hatten aber ungeachtet des Einreiseverbots am Samstag in Moskau ihre Motorradfahrt Richtung Berlin gestartet. Der Motorradclub hatte angekündigt, zum 70. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland durch Polen und andere Länder in die deutsche Hauptstadt zu fahren.

Die "Nachtwölfe" stehen loyal zum russischen Präsidenten Wladimir Putin und haben mit ihrem nationalistischen Gehabe im Ausland immer wieder für Aufsehen gesorgt. Viele Polen lehnen die Motorradkavalkade ab - vor allem angesichts der Spannungen mit Russland wegen der Kämpfe in der Ukraine.

(ap)
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