| 18.23 Uhr

18 Tote in Russland
Bus mit Bauarbeitern stürzt ins Schwarze Meer

Russland: Bus mit Bauarbeitern stürzt ins Schwarze Meer, 18 Tote
Das Wrack wurde nach dem Unglück geborgen. FOTO: dpa, sab
Moskau. Bei einem Busunfall im Süden Russlands sind mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Der Bus stürzte von einer Brücke ins Meer. Möglicherweise hatten die Bremsen versagt.

Der Bus war am Morgen an der Meerenge von Kertsch gegenüber der Halbinsel Krim von der Straße abgekommen ins Meer gestürzt, teilten Ermittler am Freitag mit. Nach Angaben der Behörden saßen im Bus rund 50 Bauarbeiter, die von ihrer Schicht auf einer Großbaustelle der Ölförderfirma Tamaneftegas zurückkehrten.

Lokalen Behörden zufolge versagten die Bremsen, als der Bus von einem künftigen Ölterminal über eine Seebrücke zum weit entfernten Ufer losfuhr. "Der Bus war 300 bis 400 Meter unterwegs und ist dann ins Wasser gefallen", sagte ein Sprecher der russischen Nachrichtenagentur Tass.

Mehr als 30 Arbeiter wurden gerettet, darunter auch der Fahrer. 33 Menschen wurden bei dem Sturz aus vier Metern Höhe verletzt, fünf von ihnen schwer.

Die Muttergesellschaft der Ölfirma, Oteko, erklärte, die Bauarbeiter hätten zwar auf der Baustelle von Tamanneftegas gearbeitet, seien aber nicht direkt bei Oteko beschäftigt. Auch der Bus sei kein Eigentum von Oteko. Die stellvertretende Oteko-Direktorin Irina Trifonowa, bezeichnete den Unfall in einer Erklärung als "fürchterliche Tragödie".

Ein staatliches Untersuchungskomitee leitete Ermittlungen ein. Ein Verschulden des Busfahrers werde ebenso geprüft wie ein möglicher technischer Defekt.

(veke/AFP/dpa)
 
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