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Nach Flugzeugabsturz
Russland verbietet Import bestimmter Lebensmittel aus der Türkei

Wladimir Putin - eitel, autoritär, entschlossen
Wladimir Putin - eitel, autoritär, entschlossen FOTO: dapd, Johannes Simon
Moskau. Wegen des Abschusses eines russischen Kampfjets durch die Türkei verhängt Moskau nun Strafmaßnahmen gegen das Land. Der Import bestimmter Lebensmittel wird gestoppt.

Das Verbot soll erst in mehreren Wochen in Kraft treten, möglicherweise ab 1. Januar. Industriewaren wie etwa Textilien würden zunächst nicht mit einem Importstopp belegt, sagte Vizeregierungschef Igor Schuwalow bereits am Montag in Moskau der Agentur Interfax zufolge.

Betroffen von dem Importverbot sind etwa Hausgeflügel, Tomaten, Speisezwiebeln und Schalotten, Blumenkohl und Brokkoli, Gurken und Cornichons, aber auch Obst wie Apfelsinen, Mandarinen, Weintrauben, Aprikosen oder Erdbeeren.

Russland verbietet bereits seit August 2014 die Einfuhr von Lebensmitteln aus der EU und den USA. Damit hatte Moskau auf Strafmaßnahmen des Westens in der Ukraine-Krise reagiert. Befeuert von einer schweren Wirtschaftskrise sind seitdem die Preise für Lebensmittel massiv gestiegen.

Mit den jetzigen Sanktionen gegen die Türkei bestraft Russland die Führung in Ankara für den Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs.
Auch die Kontrollen türkischer Lastwagen und Schiffe wurden verstärkt.

Härter als beim Import dürften die Sanktionen gegen den Tourismus die Türkei treffen. Agenturen dürfen keine Reisen mehr in das Land anbieten. Schuwalow sagte, alle Charterflüge würden eingestellt. 2014 machten rund vier Millionen Russen am türkischen Mittelmeer Urlaub.

(dpa)
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