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Russischer Nationalpark
Wilderer töten fast zwei Dutzend Walrosse

Russland: Wilderer töten fast zwei Dutzend Walrosse
Eine Walross-Herde auf einer Eisscholle. In einem Nationalpark in Sibirien wurden Dutzende der Tiere von Wilderern getötet. FOTO: Shutterstock.com/outdoorsman
Moskau. Wilderer haben in einem Nationalpark in Ostsibirien fast zwei Dutzend Walrosse getötet und einigen die Geschlechtsteile abgeschnitten. Hintergrund ist vermutlich der Aberglaube, wonach ein Amulett aus Walross-Penisknochen (Baculum) Glück bringt und die Potenz erhöht.

Das sagte ein Behördensprecher am Mittwoch auf der Tschuktschen-Halbinsel im äußersten Osten des Landes. Dort liegt der Nationalpark Beringia.

Die Justiz leitete nach der Tötung von 19 Raubtieren Ermittlungen gegen die unbekannten Täter ein, denen bis zu zwei Jahre Gefängnis drohen. Auf Behördenanweisung wurde das Fleisch der getöteten Tiere an Hunde verfüttert. Insgesamt sollen in der Region etwa 400 Walrosse leben.

(lsa/dpa)
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