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Ruthenium 106
Weiter Unklarheit über Herkunft von Radioaktivität über Europa

Ruthenium 106: Weiter Unklarheit über Herkunft von Radioaktivität über Europa
FOTO: shutterstock.com/ rawf8
Moskau . Nach Angaben russischer Behörden stammt die im Herbst gemessene erhöhte Radioaktivität in der Luft über Europa nicht aus dem Werk Majak im Ural.

Eine Überprüfung habe ergeben, dass das Ende September und Anfang Oktober über großen Teilen des Kontinents entdeckte Isotop Ruthenium 106 nicht aus der Anlage stamme, sagte Andrej Iwanow vom Atomunternehmen Rosatom am Freitag. Wo das Ruthenium ausgetreten ist, habe Rosatom nicht feststellen können.

Ein russisches Expertengremium äußerte die Vermutung, dass das Ruthenium von einem Satelliten stammen könnte, der bei Eintritt in die Atmosphäre auseinandergebrochen sei. Atomsicherheitsexperte Rafael Arutjunian sagte, die Rutheniumkonzentration sei auch in der Nähe von Majak viel zu gering gewesen, um Gesundheitsschäden anrichten zu können. Es sei kein Verstoß gegen Sicherheitsbestimmungen festzustellen gewesen. Die Untersuchung werde fortgesetzt.

In Majak hatte es vor 60 Jahren einen der schwersten Unfälle in der Geschichte der Atomenergienutzung gegeben. Ein Abfalltank explodierte und verseuchte 23.000 Quadratkilometer. Etwa 10.000 Anwohner waren damals von einer Evakuierung betroffen.

(felt/ap)
 
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