| 17.16 Uhr

Neue Empörung über Großwildjagd
Sabrina Corgatelli feiert sich für das Töten von Giraffen

Düsseldorf. Die Amerikanerin Sabrina Corgatelli ist auf dem besten Weg, den Zahnarzt, der den Löwen Cecil erschoss, als Hassfigur Nummer eins abzulösen. Seitdem sie in einem TV-Interview ihre Jagdleidenschaft öffentlich verteidigte, tobt das Netz vor Wut.

Im bürgerlichen Leben verdient Sabrina Corgatelli als Büro-Angestellte in Idaho ihr Geld. Ihre Leidenschaft aber gilt der Jagd auf Großwild. Auf ihrer Facebookseite posiert sie mit zahlreichen toten Tieren und der Stolz auf ihre Trophäen ist ihr deutlich anzusehen.

Die Anfang Juli geposteten Bilder stammen von einer Safari in Südafrika. "Erster Tag und gleich Nummer eins auf meiner Liste! Was für ein wundervoller Kudu!", jubelte sie unter einem Bild mit einer toten Antilope.

Euphorischer noch klingen ihre Worte über ihren Jagderfolg an Tag Nummer 2. "Ich habe eine wundervolle alte Giraffe erwischt", schreibt sie. "Was für ein wundervolles Tier!!" Sie könne nicht glücklicher sein. Ihre Gefühle, nachdem sie sie erwischt habe, werde sie nie vergessen.

Ähnlich wie im Fall des US-Zahnarztes Walter Palmer lösten die Bilder vor allem in den sozialen Medien einhellige Empörung aus. Corgatelli reagierte darauf jedoch mit Unverständnis. Am Montag verteidigte sie sich in der US-Sendung "Today" – und wird seitdem erst recht zum Ziel von Wut und Kritik.

" Alles was ich hier gemacht habe, war legal, also wie bitte kann sich jemand das recht herausnehmen, sich über mein Hobby zu beschweren?", hielt sie ihren Kritikern entgegen. "Alle denken, wir sind kaltherzigen Killer, aber das stimmt nicht", argumentiert Corgatelli. "Nur weil wir die Tiere jagen, heißt das nicht, dass wir sie nicht respektieren."

"Giraffen sind sehr gefährliche Tiere", ergänzte sie dann auch noch. "Sie können dich sehr schnell schwer verletzten." Damit brachte sie die Tierschützer erst recht gegen sich auf und wird nun insbesondere auf Twitter auch noch zum Ziel von bissigem Spott.

Dass Corgatelli sich so felsenfest im Recht sieht, hat offenkundig mit ihrem Glauben zu tun. Vorwürfe von Tierschützern versuchte sie unlängst auf Facebook mit Bibelzitaten zu entkräften: "Alles Lebendige, das sich regt, soll euch zur Nahrung dienen. Alles übergebe ich euch wie die grünen Pflanzen", zitierte sie aus dem Buch Genesis 9,3.

 
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