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Sacharow-Preis
Menschenrechtspreis geht an irakische Jesidinnen

Sacharow-Preis 2016 geht an irakische Jesidinnen Nadia Murad Basee und Lamiya Aji Bashar
Nadia Murad Basee gehört zu den beiden Preisträgerinnen, die für ihren Einsatz zur Aufklärung sexueller Verbrechen durch den IS ausgezeichnet wurden. FOTO: dpa, pse lb
Straßburg. Die jesidischen Menschenrechtsaktivistinnen Nadia Murad Basee und Lamiya Aji Bashar aus dem Irak erhalten den Sacharow-Preis des Europaparlaments.

Dies gaben mehrere EU-Parlamentarier am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt. Murad Basee und Aji Bashar engagieren sich für die Jesiden und machen auf das Schicksal von Frauen aufmerksam, die Opfer sexueller Versklavung durch den IS wurden. Die Auszeichnung erfolgt am 14. Dezember in Straßburg. Finalisten waren zudem der türkische Journalist Can Dündar sowie der Vertreter der Krimtataren, Mustafa Dschemilew.

50.000 Euro Preisgeld

Der Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit wird seit 1988 jährlich vom Europäischen Parlament vergeben. Es zeichnet damit Persönlichkeiten und Institutionen aus, die sich besonders für Menschenrechte und den Schutz von Minderheiten, die Achtung des Völkerrechts und die geistige Freiheit einsetzen. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert.

Benannt ist die Auszeichnung nach dem sowjetischen Physiker und Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow (1921-1989). Die Europaabgeordneten wollen mit dem Preis die Menschenrechte und Demokratie in aller Welt fördern. Im vergangenen Jahr erhielt Raif Badawi, ein Blogger aus Saudi-Arabien, den Preis.

(bur/AFP/KNA)
 
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