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18.000 Weihnachtskarten
Menschen aus aller Welt erfüllen Safyres Weihnachtswunsch

Safyre Terry bekommt 18.000 Weihnachtskarten aus aller Welt
Die Achtjährige Safyre Terry öffnet in einem Postamt in New York eines von den tausenden Paketen und Briefen, die ihr Menschen aus aller Welt zu Weihnachten geschickt haben. FOTO: ap
New York. Safyre Terry, die ihre Familie bei einem Feuer verloren hat, wünscht sich zu Weihnachten einfach nur Weihnachtskarten. Menschen in aller Welt wollen ihr diesen Wunsch erfüllen - und bringen die Post an ihre Grenzen. 18.000 Karten sind bereits eingetroffen. Von Laura Sandgathe

Safyres Patentante Liz Dolder war es, die den Anstoß zur Erfüllung des größten Weihnachtswunsches der Achtjährigen gab. In einem Facebook-Post schrieb sie über das Schicksal ihres Patenkindes, dessen Vater, Schwester und zwei Brüder 2013 starben, als Unbekannte in ihrem Haus ein Feuer legten. Safyre war die einzige, die überlebte. Dolder postete bei Facebook ein Foto, das Safyre  neben einem Kartenständer in Form eines Weihnachtsbaumes zeigte. "Sie hofft, dass sie genug Karten bekommt, um ihn zu füllen", schrieb Dolder dazu. 

Der Post ging um die Welt - und Safyres Wunsch in Erfüllung. Sie bekommt Weihnachtskarten - tonnenweise. Rund 18.000 Karten mit guten Wünschen sind mittlerweile im Postamt von New York angekommen, berichtet "Chicago Tribune". Und die Angestellten dort sehen sich zunehmend außer Stande, die Massen zu bearbeiten.

Für die Post-Mitarbeiter wird es zunehmend zu einer Herausforderung, die Massen an Einsendungen zu bearbeiten. FOTO: ap

Nicht nur Karten, auch kleine Geschenke trudeln aus aller Welt für Safyre ein. Etwa 400 Päckchen seien schon angekommen, schreibt "Albany's News10". Die Karten und Geschenke werden vom Postamt in einem Zwei-Tonnen-Lkw gesammelt. John Reilly, ein Mitarbeiter des Postamtes sagte, er gehe davon aus, dass es wohl mehrere Lkw brauchen werde, um die Post nächste Woche bei Safyre abzuliefern.

Doch der Geschenke-Segen hört für die Achtjährige nicht bei Karten und Päckchen auf. Auf der Online-Plattform "YouCaring.com" wurden via Crowdfunding über 300.000 Dollar Spenden für Safyre und ihre Tante und ihren Onkel, bei denen sie jetzt wohnt, gesammelt.

Safyre selbst reagiert bescheiden auf diesen Sturm der Nächstenliebe, der sie aus aller Welt erreicht. Vergangene Woche begleitete sie ein Kamera-Team dabei, wie sie in einem Einkaufszentrum einige der Karten und Geschenke entgegennahm, berichtet "Chicago Tribune". Als ein Reporter fragte, was sie den Fremden, die ihr all diese Dinge geschickt haben, sagen wolle, musste Safyre nicht lange nachdenken: "Danke!", antwortete sie. 

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