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Tödliche Schüsse in Kalifornien
Obama schließt Terrorismus als Motiv nicht aus

Bis zu 20 Opfer: Schießerei in Kalifornien
Bis zu 20 Opfer: Schießerei in Kalifornien FOTO: dpa, ks
Washington. US-Präsident Barack Obama hält einen Streit am Arbeitsplatz, aber auch terroristische Hintergründe für mögliche Motive der Attacke auf eine Behinderteneinrichtung im kalifornischen San Bernardino. Bei der Schießerei hatte es insgesamt 16 Tote gegeben.

Ein Bezug zu Terrorismus sei möglich, aber das wüssten die Ermittler noch nicht, sagte Obama nach einem Treffen mit FBI-Direktor James Comey, Justizministerin Loretta Lynch und Sicherheitsberatern im Weißen Haus am Donnerstag. An der Einrichtung hatte ein Paar 14 Menschen erschossen und 17 verletzt. Der Mann und die Frau wurden von der Polizei getötet.

Erst müssten Zeugen befragt und das genaue Verhältnis des Schützen zu seinen Vorgesetzten geprüft werden, sagte Obama. Denn Auslöser war womöglich ein Streit mit seinen Kollegen der örtlichen Gesundheitsbehörde, die in der Einrichtung einen Raum für eine Feier gemietet hatte. "Wir werden dieser Sache auf den Grund gehen. Wir werden wie immer aufmerksam alle Fakten sammeln, bevor wir ein entscheidendes Urteil fällen." Möglicherweise seien mehrere Motive im Spiel.

Die Gesetzgeber im Kongress rief er erneut auf, sich zu strengeren Waffengesetzen durchzuringen. Den Todesschützen dürften ihre blutigen Taten nicht so einfach gemacht werden. "So viele Amerikaner haben manchmal das Gefühl, das wir nichts dagegen unternehmen können." Die Gesellschaft müsse in sich gehen und sicherstellen, dass die nötigen Schritte unternommen werden, damit potenzielle Schützen nicht so leicht an Waffen kommen.

(dpa)
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