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Massakers an Armeniern: Sarkozy fordert Anerkennung durch Türkei

zuletzt aktualisiert: 06.10.2011 - 18:01

Eriwan (RPO). Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat die Türkei aufgefordert, sich ihrer Verantwortung hinsichtlich des Massakers an den Armeniern im Jahr 1915 zu stellen.

Die Türkei müsse ihrer Geschichte "ins Gesicht sehen", sagte Sarkozy am Donnerstag bei einem Treffen mit Armeniens Präsident Sersch Sarkissian in Eriwan. Auch andere große Länder hätten sich ihrer Geschichte gestellt, beispielsweise Deutschland und Frankreich. Der "Völkermord an den Armeniern" sei eine "historische Realität", dessen "kollektive Leugnung noch schlimmer" sei als die "individuelle Leugnung".

Sarkozy hatte der schätzungsweise 500.000 Mitglieder zählenden armenischen Gemeinde in Frankreich vor seiner Wahl 2007 zugesagt, ein Gesetz zu verabschieden, dass die Leugnung des Massakers an den Armeniern unter Strafe stellt.

Wegen einer fehlenden Mehrheit im Senat und mangels Unterstützung der eigenen Regierung scheiterte das Gesetz jedoch im Mai. Sarkozy erklärte am Donnerstag in Armenien gegenüber Journalisten, es sei "ausreichend", wenn die Türkei das Massaker offiziell als solches anerkenne.

In den Jahren 1915 bis 1917 wurden im ausgehenden Osmanischen Reich nach armenischen Angaben mehr als 1,5 Millionen Armenier getötet. Auch die Türkei räumt ein, dass mehrere hunderttausend Armenier getötet wurden, lehnt die Einstufung der Verbrechen als Völkermord aber ab.

Quelle: AFP

 
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