Vorwurf der Fahrerflucht: Sarkozy-Sohn freigesprochen
zuletzt aktualisiert: 29.09.2008 - 14:15Paris (RPO). Der französische Präsidentensohn Jean Sarkozy wurde vom Pariser Strafgericht vom Vorwurf der Fahrerflucht freigesprochen. Eine VErurteilung wäre für den 22-Jährigen eine schwere Belastung gewesen.
Dagegen wurde der Autofahrer, der Jean Sarkozy beschuldigt hatte, am Montag wegen Missbrauchs des Justizsystems zu 2000 Euro Geldstrafe verurteilt.
Der 37-jährige Kläger M'Hamed Bellouti hatte Sarkozy junior vorgeworfen, im Oktober 2005 seinen BMW am Pariser Place de la Concorde mit einem Motorroller gerammt und dann die Flucht ergriffen zu haben. Der Autofahrer und sein Beifahrer konnten nach eigenen Angaben die Nummer des Rollers notieren, waren aber nicht in der Lage, den einen Helm tragenden Fahrer eindeutig zu identifizieren.
Eine Verurteilung in dem Prozess wäre für Jean Sarkozy eine schwere Belastung gewesen. Der Jurastudent hatte Anfang des Jahres einen viel beachteten Einstieg in die französische Lokalpolitik geschafft: Im März wurde er in die Bezirksversammlung des Departements Hauts-de-Seine bei Paris gewählt und leitet dort inzwischen die Fraktion der von seinem Vater gergründeten Regierungspartei UMP.
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