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4.000 Uraluber wohlauf: Schicksal der deutschen Touristen: Erste zu Hause

zuletzt aktualisiert: 27.12.2004 - 10:20

Frankfurt/Main (rpo). Vier Touristen vermisst TUI am Montag mit Sicherheit noch in Sri Lanka. Der Reiseveranstalter Thomas Cook hingegen beruhigte die Angehörigen von 4.000 Südostasien-Urlauber, die mit dem Konzern verreist sind: Sie wären alle wohlauf. Aktuelle Angaben von Rewe-Touristik, mit der 3.700 Menschen verreist sind, fehlen. In Frankfurt kamen Montag die ersten überlebenden Deutschen glücklich an.

Auf PhiPhi bringen sich diese Touristen mit ihren Koffern in Sicherheit.  Foto: RPO
Auf PhiPhi bringen sich diese Touristen mit ihren Koffern in Sicherheit. Foto: RPO

In Frankfurt am Main landeten unterdessen die ersten Touristen aus der Region in Deutschland. Eine Maschine der Thai Airways von der Ferieninsel Phuket und der thailändischen Hauptstadt Bangkok traf am frühen Morgen auf dem Frankfurter Flughafen ein.

Der Sprecher des Reiseveranstalters TUI, Mario Köpers, sagte im ARD-Morgenmagazin: "Wir vermissen in Sri Lanka noch vier Personen." Die Reiseleiter vor Ort hätten nicht Kontakt zu allen Touristen. Nach Augenzeugenberichten sollen zwei deutsche Touristen, darunter eine Frau aus München, in Sri Lanka in den Fluten umgekommen sein, wie ein ARD-Korrespondent berichtete. Der Asien-Koordinator des Deutschen Roten Kreuzes, Bernd Schell, sagte in der Sendung, das Ausmaß der Katastrophe überfordere die Rettungskräfte vor Ort. Sie seien dringend auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen.

Unübersichtliche Situation

Rund 8.100 Menschen aus Deutschland sind nach Angaben des Deutschen Reisebüroverbands als Touristen in der betroffenen Region. Darunter sind neben den rund 4.000 von Thomas Cook, rund 3.700 von Rewe und 500 von TUI, wie Verbandssprecher Tobias Jüngert sagte. Das größte Hindernis für die Rückkehr nach Deutschland ist nach seinen Angaben derzeit die Lage auf den Flughäfen, die wegen der Verwüstungen zum Teil geschlossen seien: "Die Flughäfen sind die Nadelöhre", sagte er.

Nachdem bis Montagmorgen die meisten Hotels kontaktiert worden seien, gebe es noch keine Informationen, dass deutsche Reisende in Thailand, Sri Lanka und auf den Malediven zu Schaden gekommen seien, teilte Thomas Cook in Oberursel mit. Allerdings sei die Situation auf der thailändischen Ferieninsel Phuket, insbesondere im nördlich gelegenen Khao Lak, noch immer unübersichtlich, da die Kommunikationswege teilweise unterbrochen seien.

Auch die Rewe-Pauschaltouristik mit den Reiseveranstaltern ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg versuchte laut Sprecherin Anette Forre, Kontakt zu allen rund 1.600 Reisenden herzustellen. Von ihnen und den ebenfalls zur Rewe-Gruppe gehörenden rund 2.100 Gästen von Meyers Weltreisen und Dertour gab es nach diesen Angaben keine Informationen über mögliche Opfer. Die ersten Rewe-Reisenden sollen sich laut Forre am (heutigen) Montagnachmittag Ortszeit auf den Rückflug nach Deutschland machen.

Nach TUI stornierten auch Thomas Cook und Rewe alle Reisen in die Region mit Abflugdatum bis zum 31. Dezember. Die betroffenen Gäste könnten aber kostenlos umbuchen oder sich den Reisepreis erstatten lassen. Auch Gäste der deutschen Veranstalter, die eine Reise in die betroffenen Regionen mit Abflug bis 16. Januar 2005 gebucht haben, könnten ihre Reise bei Thomas-Cook-Reisen oder Neckermann kostenlos umbuchen.

Quelle: ap

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