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Ölkatastrophe am Great Barrier Reef: Schiffseigner entschuldigen sich für Unglück

zuletzt aktualisiert: 09.04.2010 - 06:12

Sydney (RPO). Fast eine Woche nach dem Schiffsunglück am Korallenriff Great Barrier Reef vor der australischen Küste haben sich die Eigner des chinesischen Frachters für die Havarie entschuldigt. Das Unternehmen Shenzhen Energy Transport erklärte am Freitag, es bedauere die Fehlsteuerung des Frachters "Shen Neng 1" und erkenne die ökologische und wirtschaftliche Bedeutung des Great Barrier Reefs an.

Der chinesische Frachter verliert Öl.  Foto: ddp, ddp
Der chinesische Frachter verliert Öl. Foto: ddp, ddp

Die australischen Behörden bereiteten unterdessen einen Einsatz vor, mit dem 950 Tonnen Öl aus dem Schiffsrumpf abgepumpt werden sollen. Rund drei Tonnen Öl waren nach dem Unglück am vergangenen Samstag ausgelaufen und hatten mehrere Kilometer des Korallenriffs verseucht.

Sein Unternehmen werde alles tun, um den Schaden durch die Havarie so gering wie möglich zu halten, erklärte der Chef von Shenzhen Energy Transport, Hu Wei. Die Versicherer hätten internationale Experten eingesetzt, um das Öl aus dem Frachter zu pumpen. Die "Shen Neng 1" sollte 68.000 Tonnen Kohle von der australischen Hafenstadt Gladstone nach China transportieren.

Die australischen Behörden leiteten strafrechtliche Ermittlungen gegen die Schiffseigner und den Kapitän ein. Die Behörden im australischen Queensland erklärten, der Einsatz zum Abpumpen des Öls werde mehrere Tage in Anspruch nehmen. Das Öl soll auf einen 50-Meter-Schlepper gepumpt werden, der ein Fassungsvermögen von 1500 Tonnen hat.

Das Great Barrier Reef erstreckt sich über 345.000 Quadratkilometer. Es gilt als der größte lebende Organismus der Welt. Das sensible Ökosystem wird bereits durch den Klimawandel und Abwässer aus der Landwirtschaft bedroht.

Quelle: AFP/nbe

 
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