Wetterkapriolen: Schnee legt Neuseeland lahm
zuletzt aktualisiert: 15.08.2011 - 08:29Wellington (RPO). Die Bewohner der neuseeländischen Hauptstadt Wellington freuen sich über ein ungewöhnliches Wetterschauspiel: Schnee. Eine Kältewelle zieht zur Zeit über das Land. Es war die größte Schneemenge in Wellington seit mindestens 30 Jahren.
Die Flocken, die von Regen und Wind begleitet waren, störten allerdings das öffentliche Leben. In Teilen der Stadt wurde die Post nicht ausgeliefert, Flüge wurden teilweise gestrichen. Straßen waren geschlossen, genauso wie einige öffentliche Einrichtungen.
Die Behörden warnten am Montag die Bewohner in den Hügeln rund um Wellington, dass sie sich darauf vorbereiten sollten, eingeschneit zu werden. Selbst in der nördlichen Stadt Auckland mischte sich erstmals seit den 1970er Jahren Schnee in den heftigen Regen. In tausenden Häusern fiel der Strom aus.
Am schlimmsten war die Südinsel von dem Wintereinbruch betroffen. Sie ist zwar eher an Schnee und Kälte gewöhnt, wurde jedoch ebenfalls von der Heftigkeit des Schneesturms überrascht. Die Flughäfen in Christchurch, Dunedin und dem Ferienort Queenstown mussten am Montag wegen des Schneefalls geschlossen bleiben, dutzende Autobahnen waren unpassierbar. An Schulen in weiten Teilen der Insel fiel der Unterricht aus.
In Wellington schneit es äußerst selten. Die wenigen Zentimeter, die am Sonntag und Montag fielen, waren die größte Menge seit Jahrzehnten. Die Menschen jubelten und hielten das Ereignis mit Kameras fest.
Meteorologen rechneten damit, dass die Kältewelle noch bis Mittwoch anhält.
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