Mailänder Flugunglück: Schuldige für Tod von 118 Menschen verurteilt
zuletzt aktualisiert: 14.03.2005 - 15:28Mailand (rpo). Totschlag lautet das Urteil für die Angeklagten, in dem Prozess zu dem Flugzeugunglück mit einer deutschen Cessna. 118 Menschen starben, als eine Passagiermaschine der skandinavischen Fluggesellschaft SAS mit der deutschen Cessna auf dem Mailänder Flughafen Linate zusammenstießen. Für das Gericht ist nun klar, wer die Verantowrtung für den Zusammenstoß trägt.
Drei Mitarbeiter der Flugsicherung und ein Angestellter des Mailänder Flughafens wurden am Montag des mehrfachen Totschlags für schuldig befunden und erhielten Strafen bis zu vier Jahren und vier Monaten Gefängnis, wie ein Anwalt mitteilte.
Der Unfall ereignete sich am 8. Oktober 2001 im Nebel, das Bodenradar des Flughafens war nicht in Betrieb. Es war der schwerste Unfall in der Geschichte der italienischen Zivilluftfahrt.
Das Gericht sprach am Montag drei weitere Angeklagte frei. Paolo Pettinaroli, Vorsitzender eines Opferverbandes, sagte dem Fernsehsender Sky TG24, die Hinterbliebenen würden gegen die Freisprüche Berufung einlegen. Die anderen Urteile wollten sie akzeptieren, wenn auch nach ihrem Gefühl keine Strafe hart genug sei.
Im letzten Jahr waren bereits vier weitere Angeklagte wegen Totschlags und Verletzung der Sorgfaltspflicht zu Haftstrafen von sechseinhalb bis acht Jahren verurteilt worden.
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