Josef F. verbrachte oft die ganze Nacht im Keller: Schwägerin des Inzest-Vaters spricht
zuletzt aktualisiert: 01.05.2008 - 15:12Amstetten/Wien (RPO). Die Schwägerin von Josef F., der jahrelang seine Tochter gefangen hielt und missbrauchte, hat jetzt bestätigt, dass der inzwischen 73-jährige schon in den 60er Jahren wegen Vergewaltigung im Gefängnis saß. Außerdem wurde bekannt, dass die Ehefrau des Täters bereits vor 12 Jahren Verdacht geschöpft hatte.
Christine R., die Schwester von Josef F.s Frau Rosemarie, sagte der Zeitung "Österreich": "Ich war 16, als er wegen einer Vergewaltigung eingesperrt wurde, und ich fand das Delikt einfach widerlich, zumal er ja zu diesem Zeitpunkt mit meiner Schwester schon vier Kinder hatte." Die Haftstrafe wurde später aus dem Vorstrafenregister gestrichen. Deshalb schöpften die Behörden bei den Adoptionen keinen Verdacht.
Christine R. erzählte außerdem, dass Josef F. fast jeden Abend im Keller verschwunden sei und manchmal sogar dort übernachtet habe. Er habe gegenüber der Famlie angegeben, dass er im Keller an Zeichnungen für Maschinen arbeite.
Auch die Ehefrau von Josef F. hatte offenbar mehrfach Anlass zum Misstrauen, meldete der Fernsehsender n-tv. Im Jahr 1994 hatte Josef F. eines der Kinder, die er mit seiner gefangenen Tochter gezeugt hatte, vor die Tür gelegt und anschließend seine Frau angerufen. Mit verstellter Stimme rief er danach zu Hause an, gab sich als seine Tochter aus und bat die Ehefrau, sich um das Baby zu kümmern.
Rosemarie F. wunderte sich, da die Familie kurz vor dem Anruf eine neue Telefonnummer bekommen hatte, die ihre 10 Jahre zuvor verschwundene Tochter nicht kennen konnte. Auch glaubte sie, dass der Anrufer seine Stimme verstellt habe. Obwohl Rosemarie F. mit der Polizei über ihre Zweifel gesprochen habe, sei der Anruf nicht weiter verfolgt worden, berichtete der Fernsehsender weiter.
Josef F. hat gestanden, seine Tochter Elisabeth über Jahre hinweg vergewaltigt und mit ihr sieben Kinder gezeugt zu haben: Drei von ihnen wuchsen im Keller auf, drei weitere im Haushalt von Josef F. und seiner Frau Rosemarie. Ein siebtes Kind starb einen Monat nach der Geburt. F. gab gegenüber Bekannten vor, seine Tochter sei in eine Sekte eingetreten und habe ihm die Kinder vor die Tür gelegt.
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