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Schwarze Bürgerrechtsbewegung in den USA
Das steckt hinter "Black Lives Matter"

Schwarze Bürgerrechtsbewegung: Das steckt hinter "Black Lives Matter"
"Stop killing us" - ein Demonstrant in Baton Rouge tritt für ein Ende der Polizeigewalt ein. FOTO: ap, GH
Washington. "Black Lives Matter", schwarze Leben zählen: Diese Bewegung steht nach dem Tod zweier Schwarzer in den USA wieder im Blickpunkt. Woher kommt sie und wer vertritt sie?

Ihren Ursprung hat sie in den landesweiten Unruhen nach dem Tod des jungen Schwarzen Trayvon Martin, der 2013 von einem Nachbarschaftswächter erschossen wurde. Der Hashtag #BlackLivesMatter verbreitete sich rasch bei Twitter und Facebook.

Aus diesem Aufruf entstand in den USA binnen zwei Jahren eine landesweite, sehr einflussreiche Protestbewegung gegen Polizeigewalt und Ungleichheit zwischen Schwarzen und Weißen.

"Black Lives Matter" sorgte nach weiteren Fällen von Polizeigewalt gegen Afroamerikaner weltweit für Aufsehen, besonders nach dem Tod von Michael Brown in Ferguson 2014.

Kritiker stellen die Frage, ob weiße Leben nicht auch zählen und sprechen von Stimmungsmache gegen Polizisten. Donald Trumps Unterstützerin Sarah Palin ging soweit, die Aktivisten als "Obamas Hunde" zu bezeichnen.

Das "Wall Street Journal" warf den Unterstützern der Gruppe vor, von den eigentlichen Problemen der Schwarzen abzulenken. Das Problem sei nicht die Polizei, sondern die gegenseitige Gewalt unter Afroamerikanern.

Auch wenn es keinen offiziellen Anführer gibt, gelten Patrisse Cullors, Alicia Garza und Opal Tometi als Begründer der Organisation. Das Portal "Politico" wählte die drei Frauen 2015 auf den dritten Platz der 50 einflussreichsten Personen in der amerikanischen Politik.

Die Bewegung hat 27 Ortsgruppen in den USA und ist auch in Kanada organisiert.

(felt/dpa)
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