Prinzessin Madeleine (21) fühlt sich "gejagt": Schwedens Hof greift deutsche Klatschpresse an
zuletzt aktualisiert: 12.08.2003 - 16:10Stockholm (rpo). Schwedens Königshaus ist sauer auf die deutsche Klatschpresse: "Die deutschen Blätter schreiben Sachen, die hier absolut niemand wiedererkennen kann. In Schweden würde keine Zeitung so weit gehen", sagt Hofsprecher Morgan Gerle.
Der Hofsprecher sagte am Dienstag in Stockholm, Königin Silvia, König Carl XVI. Gustaf und deren drei Kinder hätten unter anderem "mit Betroffenheit" verfolgt, wie Kronprinzessin Victoria (26) die Zugehörigkeit zu einer Sekte angedichtet worden sei. "Seit dem Frühjahr hat sich die Tendenz zu derartigen Geschichten in Deutschland enorm verstärkt.
Falsche Illustrationen
Der Bericht über die angebliche Sektenhörigkeit Victorias sei mit einem Foto illustriert worden, auf dem die Thronfolgerin in Wirklichkeit vor zwei Jahren schwedische Mönche bei einer Theateraufführung für Kinder besucht habe. Der Hofsprecher wollte keine weiteren Beispiele nennen. Die Stockholmer Zeitung "Expressen" schrieb unter Berufung auf Hofkreise, vor allem Prinzessin Madeleine (21) fühle sich derzeit von deutschen Medien "gejagt" und leide stark darunter. Hintergrund seien Berichte, nach denen der König angeblich nicht ihr Vater sei und sie selbst die Schuld an einem Bootsunglück mit tödlichem Ausgang Ende Juli trage.
Hofsprecherin Elisabeth Tarras-Wahlberg sprach von einer systematischen Verfolgung Madeleines, die "widerwärtig" sei. Der norwegische Hof in Oslo hatte deutsche Medien Ende April ebenfalls öffentlich wegen "betont aggressiver" und frei erfundener Berichte über Prinzessin Mette-Marit und ihren Ehemann Kronprinz Haakon angegriffen.
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