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Geräusche aus Gepäckstück
Schweizer Grenzbeamte entdecken Flüchtling in Koffer

Zürich. Dieser Anblick dürfte auch für erfahrene Grenzbeamte eine Seltenheit gewesen sein: Ein  Flüchtling aus Eritrea hat laut Medienberichten versucht, sich selbst in einem Koffer in die Schweiz zu schmuggeln. Er wurde festgenommen.

Ein Video, das im Internet zu sehen ist, zeigt, wie der Mann versucht, sich aus dem kleinen Koffer zu befreien. Wie der britische "Guardian" berichtet, bestätigten Behörden die Echtheit des Videos. Demnach sei der Mann am Montagabend in der Schweizer Gemeinde Chiasso festgenommen worden.

Wie die britische "Daily Mail" schreibt, hatten Passagiere die Behörden alarmiert, weil sie seltsame Geräusche aus dem unbeaufsichtigten Gepäckstück gehört hatten. Demnach war der Eritreer nicht allein, sondern mit einem Freund unterwegs, der sich in einer Zugtoilette versteckt gehalten haben soll. Auch die "Sun" und der "Mirror" berichten von einem zweiten Mann.

Zudem heißt es in den Berichten, dass die italienischen Beamten die Schweizer schon im Vorfeld darüber in Kenntnis gesetzt hätten, dass zwei Eritreer versuchten, in das Land zu gelangen. Angeblich wollten die Männer weiter nach Großbritannien. Die beiden seien nach Italien zurückgeschickt worden. 

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Mensch in einem Koffer über eine Grenze geschmuggelt werden sollte. Im Mai 2015 hatte eine Frau versucht, einen Achtjährigen in einem Koffer in die spanische Exklave Ceuta zu gelangen.

(das)
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