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Stärke 6,8: Schweres Erdbeben in Chile

zuletzt aktualisiert: 12.02.2011 - 09:53

Santiago (RPO). Ein schweres Erdbeben hat die Menschen in Zentralchile am Freitag in Angst und Schrecken versetzt. Verletzt wurde ersten Angaben zufolge niemand, auch größere Schäden wurden nicht bekannt. Der Erdstoß vor der Küste nahe der Stadt Concepción hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte die Stärke 6,8; sein Zentrum lag in 18 Kilometern Tiefe.

Es gab Stromausfälle und Störungen im Telefonnetz. Tausende Menschen flohen aus Furcht vor einem Tsunami in höher gelegene Gebiete. Die Behörden schlossen später jedoch die Gefahr einer Flutwelle aus. Wenige Stunden nach dem kräftigen Erdstoß erschütterten zwei Nachbeben der Stärke 5,3 und 6,3 die Region.

Der stellvertretende Innenminister Rodrigo Ubillo erklärte, es gebe keine Berichte über Verletzte oder Schäden. Auch die Gefahr eines Tsunamis bestehe nicht. Die Behörde für Zivilschutz berichtete von vorsorglichen Evakuierungen. Die Menschen hätten aber bereits wieder nach Hause zurückkehren können, sagte Behördenchef Vicente Nunez.

Präsident: "Wir waren besser vorbereitet"

In der Hafenstadt Talcahuano und in Cauquenes im Inland rannten Einwohner in Panik auf die Straßen. In Concepción fiel der Strom aus, in der Hauptstadt Santiago gerieten Gebäude ins Wanken.

Vor knapp einem Jahr hatte sich in der Region ein Beben der Stärke 8,8 ereignet. Kurz darauf wurden mehrere Küstenorte von einem Tsunami heimgesucht. Mehr als 500 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, 200.000 wurden obdachlos.

"Heute waren wir besser vorbereitet", sagte Präsident Sebastian Pinera. "Ich denke, wir haben unsere Lektion vom 27. Februar gelernt."

Quelle: apd/felt

 
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