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Erinnerungen an Tsunami-Katastrophe: Schweres Erdbeben in Indonesien

zuletzt aktualisiert: 12.09.2007 - 13:37

Jakarta (RPO). In Indonesien sind am Mittwoch böse Erinnerungen an die Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 aufgekommen. Nachdem ein Erdbeben der Stärke 8,4 auf der Insel Sumatra mindestens zehn Menschen in den Tod riss, gaben die Behörden zahlreicher Länder am indischen Ozean eine Tsunami-Warnung raus, die wenige Stunden später aber wieder aufgehoben wurde.

Das Erdbeben in Indonesien hat zahlreiche Menschen auf die Straßen getrieben.  Foto: AFP, AFP
Das Erdbeben in Indonesien hat zahlreiche Menschen auf die Straßen getrieben. Foto: AFP, AFP

Eine etwa ein Meter hohe Flutwelle erreichte Padang an der Westküste Sumatras. Das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik sprach von einer nur kleinen Welle. Auf der indonesischen Insel wurden zahlreiche Gebäude verwüstet. Auf den ersten Erdstoß folgten zahlreiche Nachbeben mit einer Stärke bis zu 6,6, woraufhin die indonesischen Behörden vorübergehend eine zweite Tsunami-Warnung herausgaben.

Die Regierungen in Kenia und Tansania an der afrikanischen Ostküste warnten ebenfalls vor einer Flutwellen und riefen zur Evakuierung der Küstenbereiche auf. Viele Bewohner Mombasas verließen die kenianische Hafenstadt mit Bussen, nachdem sie von der Warnung erfahren hatten. Die Behörden sprachen zunächst von einer erwarteten massiven Flutwelle, später schwächten sie die Warnung aber wieder ab. Auf den Seychellen und für einige australische Inseln wurde Entwarnung gegeben.

Aus drei Städten auf Sumatra wurden Todesopfer gemeldet, wie ein Sprecher des Sozialministeriums dem Newsportal detik.com mitteilte. Bewohner verließen in Panik ihre Häuser. "Wir glauben, dass unser Viertel hoch genug liegt", berichtete der Einwohner Wati Said aus Padang über Mobiltelefon. "Wenn das Wasser kommt, wird es uns hier nicht erreichen, so Gott will. Wir haben alle Angst."

An der Küste waren Strom- und Telefonverbindungen unterbrochen. Das Beben ließ in der Hauptstadt Jakarta hohe Häuser schwanken und war auch noch in Malaysia, Singapur und Thailand zu spüren.

Das Zentrum des Unterwasserbebens lag den Berechnungen von US-Geologen zufolge gut 100 Kilometer südwestlich vor der Küste Sumatras in 30 Kilometer Tiefe. Ein solches Beben könne einen Tsunami auslösen, der Auswirkungen auf das gesamte Becken des Indischen Ozeans haben könnte, erklärten die Behörden.

Am 26. Dezember 2004 hatte ein heftiges Erdbeben einen Tsunami ausgelöst, der allein in der indonesischen Provinz Aceh mehr als 130.000 Menschen das Leben kostete.

Quelle: afp

 
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