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Mit erst 14 Jahren zum Tode verurteilt worden
Shafqat Hussain: Umstrittene Exekution erneut verschoben

Shafqat Hussain: Umstrittene Exekution erneut verschoben
Viele Menschen waren für Shafqat Hussain auf die Straße gegangen. FOTO: afp, aq/az
Islamabad. Der pakistanische Staatspräsident hat eine umstrittene Exekution zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage verschoben. Die Hinrichtung des 24-jährigen Shafqat Hussain werde für 30 Tage ausgesetzt, hieß es am Sonntag aus Kreisen des Präsidenten Mamnoon Hussain.

Das Innenministerium soll nun Gelegenheit haben, den Einspruch der Familie zu untersuchen. Hussain war nach Angaben seiner Familie im Alter von nur 14 Jahren wegen Mordes zum Tode verurteilt worden. Die für vergangenen Donnerstag geplante Exekution wurde zunächst um drei Tage verschoben.

Innenminister Chaudhry Nisar Ali Khan hatte angekündigt, per DNA-Test bestimmen zu lassen, ob Hussain zum Zeitpunkt des Urteils tatsächlich minderjährig war. Nach pakistanischem Recht können Minderjährige nicht zum Tode verurteilt werden. Sollte bewiesen werden, dass Hussain damals jünger als 18 Jahre alt war, müsste seine Todes- in eine Gefängnisstrafe umgewandelt werden.

Hintergrund: Die Entwicklung der Todesstrafe FOTO: FR117487 AP, AP
(dpa)
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