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Moskauer Airport: Sicherheitskräfte stürmen entführtes Flugzeug

zuletzt aktualisiert: 30.07.2010 - 06:24

Moskau (RPO). Russische Sicherheitskräfte haben laut Medienberichten auf dem Moskauer Flughafen die mutmaßliche Entführung eines Flugzeugs unblutig beendet. Nach der Landung der im südrussischen Mineralnje Wodi gestarteten Maschine auf dem Moskauer Domodedowo-Flughafen sei das Flugzeug am Donnerstag in einer abgestimmten Aktion der Polizei, des Inlandsgeheimdienstes FSB und der Flughafen-Sicherheitskräfte gestürmt worden.

Zuvor habe es zwei Stunden lang auf der Landebahn gestanden, sagte ein Flughafensprecher der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Ein Passagier habe sich unwohl geführt und der mutmaßliche Entführer habe sein Einverständnis gegeben, dass Ärzte an Bord kommen, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur ITAR-TASS. Die Ärzte seien in Wahrheit verkleidete Sicherheitskräfte gewesen, die den mutmaßlichen Entführer überwältigt hätten. Alle Passagiere seien befreit worden, es habe keine Opfer gegeben. An Bord der Maschine waren den Angaben zufolge 105 Menschen, darunter sieben Besatzungsmitglieder.

Der Flughafensprecher sagte laut RIA Nowosti, ein Mann habe "Forderungen an die Besatzung" gestellt. Die Nachrichtenagentur Interfax zitierte eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft, wonach er ein Treffen mit der russischen Führung verlangte. Bei seiner Durchsuchung wurden demnach weder Waffen noch Sprengstoff gefunden. Das Nachrichtenportal gazeta.ru berichtete unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, der Mann stamme aus der Region Krasnodar im Süden Russlands und habe ein Gespräch mit Regierungschef Wladimir Putin über die Lage in der Kaukasus-Republik Tschetschenien gefordert. Interfax berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, der Mann namens Magomet B. stamme aus der an Tschetschenien grenzenden Kaukasus-Republik Inguschetien.

Inguschetien und Tschetschenien liegen in der konfliktreichen Nordkaukasus-Region, in der die russischen Behörden gegen muslimische Aufständische kämpfen. Dort wie auch in Dagestan werden immer wieder Morde und Anschläge verübt.

Quelle: AFP/felt

 
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