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Regierung versucht Seuche einzudämmen: Simbabwe: Tausende an Cholera erkrankt

zuletzt aktualisiert: 29.11.2008 - 15:43

Harare (RPO). In Simbabwe grassiert die Cholera: 9900 Menschen sollen laut UN-Angaben bereits erkrankt, 400 bereits gestorben sein. Um die Zahl der Infizierungen einzudämmen, stellt die Regierung kostenlos Gräber und Särge für die Opfer der Krankheit zur Verfügung.

In Simbabwe grassiert die Cholera: Damit sich nicht noch mehr Leute anstecken, stellt Unicef Wassertanks zur Verfügung. Foto: AP, AP

Angesichts der grassierenden Cholera-Epidemie in Simbabwe stellt die Hauptstadt Harare kostenlose Särge und Gräber für die Opfer zur Verfügung. Nach Angaben eines Sprechers verständigte sich der Stadtrat bereits vor einigen Tagen auf die Maßnahme, um die Seuche einzudämmen. In Simbabwe kostet ein Grab den Angaben zufolge 25 bis 30 Dollar (20 bis 24 Euro). Dies könnten sich jedoch nur wenige Menschen leisten. Wegen einer Bargeld-Knappheit aufgrund der Rekordinflation dürfen sie zudem nur umgerechnet einen halben US-Cent pro Tag von ihren Konten abheben. Im Juli hatte die Inflationsrate des Landes 213 Millionen Prozent betragen.

Nach UN-Angaben wurden bereits mehr als 9900 Cholera-Fälle gemeldet, mehr als 400 Menschen starben an der lebensgefährlichen Krankheit. Hilfsorganisationen warnen zudem vor einer weiteren Ausbreitung der Seuche. Inzwischen sei der gesamte Osten des Landes betroffen. Cholera ist eine hoch ansteckende Durchfallkrankheit, die bei fehlender Behandlung rasch zum Tod führen kann. In Simbabwe ist sie wegen der zusammenbrechenden Infrastruktur massiv auf dem Vormarsch.

Quelle: afp

 
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