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Nach Smog-Alarm in Peking
Weitere chinesische Städte rufen Alarmstufe Rot aus

Smog: Alarmstufe Rot nach Peking auch in weiteren Städten Chinas
Die Luftverschmutzung in Asien nimmt gesundheitsschädliche Ausmaße an. FOTO: dpa
Peking. Zahlreiche Bürger strömen wegen Atemproblemen in die Krankenhäuser. Nach Peking haben auch weitere chinesische Städte wegen des anhaltenden Smogs erstmals die höchste Alarmstufe ausgerufen.

Wie die staatliche englischsprachige Zeitung "China Daily" am Mittwoch berichtete, folgten die Städte Dingzhou und Xinji in der benachbarten Provinz Hebei am Mittwoch dem Beispiel Pekings und gaben ebenfalls erstmals Alarmstufe Rot aus. Bereits am Dienstag hatten demnach 27 Städte in den nördlichen Teilen des Landes ihre öffentlichen Warnungen verschärft. Insgesamt 300 Millionen Menschen sind laut der Zeitung betroffen, in einigen Gebieten dürfte der Smog bis Samstag andauern.

Die Behörden der chinesischen Hauptstadt hatten erstmals am Montag Höchstalarm ausgerufen. Die Hälfte der Privatfahrzeuge erhielt Fahrverbot, Fabriken wurden geschlossen, Bauarbeiten eingestellt, viele Schulen verzichteten auf Unterricht. Am Mittwoch lag die Belastung der Luft mit besonders gesundheitsgefährdetem Feinstaub nach Angaben der US-Botschaft immer noch bei über 250 Mikrogramm pro Kubikmeter und damit beim Zehnfachen des von der WHO empfohlenen Grenzwerts.

Immer mehr Einwohner Pekings suchen unterdessen wegen Atembeschwerden die Krankenhäuser auf. Einige klagen, dass sich ihr Asthma wegen des Smogs verschlimmert hat, andere Kranke fühlen sich noch kränker und schwächer als vorher - wie etwa der junge Patient Wang Yongbin, bei dem gerade erst ein bösartiger Tumor im Rachen diagnostiziert worden war. Seine Frau klagt, dass er ständig husten müsse und sich sehr schlecht fühle.

Experten sorgen sich jedoch noch mehr über die Langzeitfolgen der Luftbelastung. Seit Jahren steige die Zahl seiner Patienten, sagte der Leiter der Abteilung für Atemwegserkrankungen im Wangfu-Hospital, Gao Yongda, der Nachrichtenagentur AFP. Frühestens in fünf Jahren, so fürchtet er, werde ihre Zahl "explodieren"

(AFP)
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