| 21.33 Uhr
Traditionelle Stier-Hatz in Pamplona
So feiert Spanien das San-Fermín-Fest
San Fermin 2013
San Fermin 2013 FOTO: dpa, Jesus Diges
Pamplona. Konzerte, Trinkgelage und Stierrennen: Beim traditionellen San-Fermín-Fest in Pamplona gehen Tausende Spanier und Schaulustige aus aller Welt mal so richtig aus sich heraus. Neun Tage lang wird fast pausenlos gefeiert. Doch es gibt auch Protest: Tierschützer kritisieren vor allem die auch in Spanien umstrittene Stier-Hatz.

Am Samstag hat in Pamplona das traditionelle San-Fermín-Fest mit seinen berühmt-berüchtigten Stierrennen begonnen. Begleitet von Protesten der Tierschutzorganisation PETA tauchten aus aller Welt angereiste Teilnehmer und Schaulustige des umstrittenen Spektakels die nördliche Grenzstadt bei hochsommerlichen Temperaturen in ein rot-weißes Farbenmeer. Während des neuntägigen Festes werden jeden Morgen vor allem Jugendliche durch die Gassen Pamplonas flitzen - verfolgt von schnaubenden Stieren. Während des erstmals 1951 ausgerichteten San-Fermín-Festes finden auch Stierkämpfe, religiöse Prozessionen, Konzerte sowie Trinkgelage in den Straßen statt.

Begonnen hat das Fest mit einem Zwischenfall: Die Rakete, die alljährlich zum Auftakt des neuntägigen Festes um 8 Uhr morgens vom Balkon des Rathauses in Pamplona gezündet wird, konnte erst knapp 20 Minuten später durch die Luft zischen. Der Grund: Mutmaßliche baskische Separatisten hissten eine riesengroße baskische Flagge und verdeckten dabei eine Zeitlang den Blick auf den Balkon des Rathauses.

Polizisten konnten das Seil, an dem die Flagge hing, aber schnell durchschneiden. Tausende Zuschauer, viele in der typischen Festkluft aus weißen Hosen und Hemden mit roten Halstuch, jubelten, als die Flagge entfernt wurde. 19 Minuten später als ursprünglich geplant zündete der Bürgermeister dann die als "Chupinazo" bekannte Rakete und eröffnete das Fest, das Ernest Hemingway mit seinem Roman "Fiesta" weltbekannt machte. Ein Feuerwerk explodierte zudem in der Menge und sorgte kurzzeitig für Alarm.

Bei den Stierrennen werden stets dutzende Teilnehmer verletzt, allein voriges Jahr waren es 38. Im Jahr 2009 wurde ein 27-jähriger Spanier vor den Augen zahlreicher Touristen von einem Stier aufgespießt und erlag später seinen Verletzungen. Mittlerweile sind Stierkampf und die Straßenhatz auch in Spanien hoch umstritten.

Quelle: AP, AFP, hip
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung.
Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.


Melden Sie diesen Kommentar