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Regierung bestätigt Detonation
Explosion in Flugzeug in Somalia war Bomben-Anschlag

Flugzeug muss nach Bombenexplosion notlanden
Flugzeug muss nach Bombenexplosion notlanden FOTO: ap
Mogadischu. Vier Tage nach der Explosion in einem Passagierflugzeug in Somalia hat die Regierung eingeräumt, dass es sich um einen Anschlag gehandelt hat. Wie Verkehrs- und Luftfahrtminister Ali Ahmed Jama am Samstag in Mogadischu mitteilte, wurde die Explosion an der Bord des Airbus A321 der Fluglinie Daallo, bei der am Dienstag ein Passagier getötet worden war, durch eine Bombe ausgelöst.

Dies sei bei Untersuchungen somalischer und internationaler Experten herausgekommen, sagte Jama. Es sei dem Attentäter darum gegangen, "die Maschine zu zerstören und alle Passagiere zu töten". Die somalischen Sicherheitskräfte haben seinen Angaben zufolge bereits mehrere Verdächtige festgenommen, die möglicherweise in den Anschlag verwickelt waren.

Explosion 15 Minuten nach Start

Die Explosion hatte am Dienstag rund 15 Minuten nach dem Start von Mogadischu in Richtung Dschibuti ein rund ein Meter großes Loch in den Rumpf des Flugzeugs gerissen. Dem Pilot war es gelungen, die Maschine wieder sicher zu landen. Ein Passagier wurde jedoch offenbar durch das Loch aus dem Flugzeug gesogen. Zwei weitere Flugzeuginsassen wurden leicht verletzt.

Der Pilot und Luftfahrtexperten hatten schon kurz nach dem Vorfall erklärt, dass die Explosion vermutlich von einem Sprengsatz ausgelöst worden sei. Die somalische Regierung teilte zunächst jedoch mit, sie gehe von einem technischen Problem aus.

(spol/AFP)
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