3,1 Millionen Dollar für freigelassenen Frachter: Somalische Piraten kassieren erneut ab
zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 - 18:40Mogadischu (RPO). Erneut ist es somalischen Piraten gelungen, mit der Entführung eines ausländischen Frachters und seiner Besatzung einen Millionenerlös zu erzielen. Wie der Anführer der Piraten, Mohammed Ilkase, am Dienstag telefonisch mitteilte, wurden für die Freilassung des im Oktober entführten Frachters "MV El Khalik" 3,1 Millionen Dollar (knapp 2,3 Millionen Euro) gezahlt.
Zu der Besatzung zählen 24 Inder und zwei Birmaner. Das Schiff fährt unter der Flagge Panamas. Ilkase meldete sich aus der Stadt Harardhere, nördlich von Mogadischu. Der 22.000-Tonnen-Frachter befand sich den Angaben zufolge am Dienstag noch in der Nähe.
Somalische Piraten machen weite Gebiete des Meeres am Horn von Afrika und im Indischen Ozean unsicher. Derzeit haben sie noch elf Schiffe mit mehr als 200 Besatzungsmitgliedern in ihrer Gewalt. Internationale Marine-Verbände sind vor der Küste Somalias im Einsatz, um die Seeräuberei einzudämmen. Die EU-Mission Atalanta bestätigte die Freilassung der "MV El Khalik" nach Zahlung eines Lösegeldes. Sie sei von den Eignern nicht zu Hilfe gerufen worden, hieß es weiter. Im vergangenen Jahr erzielten die Piraten Einnahmen von mindestens 44 Millionen Euro.
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