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Spanien
Selfie-Deppen nehmen Baby-Delfin auf den Arm – das Tier stirbt

Almería. Hunderte Hobby-Fotografen haben an einem Strand in Südspanien offenbar den Tod eines Baby-Delfins verursacht. Sie holten das Tier aus dem Wasser und posierten für Fotos. Dabei drückten sie dem Tier das Blasloch zu.

Als das winzige Säugetier in Ufernähe entdeckt worden sei, habe es für die anwesenden Sonnenanbeter kein Halten mehr gegeben, berichtete die Zeitung "ABC" am Mittwoch. Immer wieder sei der Delfin aus dem Wasser gehoben und herumgereicht worden, damit die Menschen mit ihm für Fotos posieren konnten, hieß es.

COMUNICADO DE EQUINAC. Respecto a lo ocurrido en el varamiento en Mojácar, con una cría de delfín, el pasado día 11 de...

Posted by Equinac on Dienstag, 15. August 2017

Auch Kinder hätten ihn in den Arm genommen und ihm dabei versehentlich das zum Atmen nötige Blasloch zugedrückt. Kurze Zeit später sei der Delfin verendet.

Der Vorfall, der im Internet wütende Kommentare von Tierfreunden nach sich zog, ereignete sich bereits vor einigen Tagen in Mojácar in der Provinz Almería. "ABC" zitierte die auf Meeresfauna spezialisierte Tierschutzorganisation Equinac mit den Worten "Delfine sind sehr anfällig für Stress (...). Er löst bei ihnen einen starken Schock aus, der meist zu einem Herz-Lungen-Versagen führt."

Herbeigerufene Tierschützer seien wenige Minuten zu spät gekommen - der Delfin sei bereits tot gewesen, als sie eintrafen.

(csi/dpa)
 
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