Vier Verdächtige festgenommen: Spanische Polizei vereitelt ETA-Anschlag
zuletzt aktualisiert: 28.10.2008 - 15:58Madrid (RPO). In Spanien wurde ein Anschlag der baskischen Untergrundorganisation ETA vereitelt. Die spanische Polizei hat vier mutmaßliche ETA-Mitglieder festgenommen. Bei den Verdächtigen seien Waffen und Sprengstoff gefunden worden, sagte Spaniens Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba in Madrid.
Mit den Festnahmen habe die Polizei "viel Schmerz und Leid" verhindert. Drei Verdächtige wurden nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders TVE in der an das Baskenland grenzenden nordspanischen Region Navarra gefasst, eine Frau sei in der ostspanischen Küstenmetropole Valencia festgenommen worden.
"Sie hatten Waffen und Sprengstoff, was bedeutet, dass sie zum Verüben eines Anschlags bereit waren", sagte Innenminister Rubalcaba vor Journalisten. "Wir haben viel Schmerz und Leid verhindert", fügte er hinzu. Durch den "präventiven Einsatz" der Polizei sei ein ETA-Kommando enttarnt worden, "bevor es wirklich gegründet wurde".
Die Polizei durchsuchte dem Minister zufolge mehrere Wohnungen. Laut TVE war einer der Verdächtigen schon einmal im Zusammenhang mit ETA-Aktivitäten festgenommen worden, die übrigen drei seien noch nicht als ETA-Mitglieder in Erscheinung getreten.
Die ETA kämpft seit fast 40 Jahren gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes. Dabei wurden mehr als 820 Menschen getötet. Seit die ETA im Juni 2007 einen Waffenstillstand aufkündigt hatte, nahm die Zahl der Anschläge wieder zu. Die EU und die USA betrachten die militanten Untergrundkämpfer als Terrororganisation.
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