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Neues Bündnis: Spenden für Flutopfer steuern auf Rekordmarke zu

zuletzt aktualisiert: 10.01.2005 - 18:37

Frankfurt/Main (rpo). Erfreulicherweise scheint die Spendenbereitschaft der Deutschen für die Flutopfer nachhaltig zu sein. Noch immer gehen große Summen bei den Hilfsorganisationen ein. Allein am Montag wuchs die Spendensumme wieder um mehrere Millionen Euro. Der alte Rekord dürfte spätestens am Dienstag fallen.

Dass ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur AP. Zur Bewältigung der Katastrophe bildeten fünf bisher getrennt operierende Organisationen ein Bündnis. Es handelt sich dabei um "Brot für die Welt", medico international, Misereor, terre des hommes und die Deutsche Welthungerhilfe.

Ob der bisherige Spendenrekord von der Elbeflut aus dem Jahr 2002 mit 350 Millionen Euro bereits gebrochen wurde, war zunächst unklar, da mehrere große Organisationen - darunter das Bündnis Aktion Deutschland Hilft - am Montag keine aktuellen Zahlen vorliegen hatten.

Allein das Deutsche Rote Kreuz verzeichnete im Vergleich zum Freitag jedoch ein Spendenplus von mehr als 10 Millionen Euro. Ein neuer Spendenrekord wird spätestens für Dienstag erwartet.

Unter dem Begriff "Gemeinsam für Menschen in Not - Entwicklung hilft!" richteten die fünf humanitären Organisationen ein gemeinsames Spendenkonto ein. Wirksame Katastrophenhilfe müsse weit darüber hinaus gehen, akute Not zu lindern, hieß es. Die Ärmsten hätten stets am meisten unter den Folgen einer Naturkatastrophe leiden.

Das Bündnis forderte eine Erhöhung der Mittel für die Entwicklungshilfe, Schuldenerlasse sowie faire Handelsbeziehungen. Ziel müsse unter anderem sein, armen Ländern wirksame Maßnahmen der Katastrophenvorbeugung, insbesondere ein Tsunami-Frühwarnsystem zu ermöglichen. Besorgt äußerte sich das Bündnis über den Trend, Hilfen auf die Bewältigung "akuter und womöglich spektakulär in Erscheinung tretender Katastrophen auszurichten".

Die Mitglieder sind nach eigenen Angaben langjährig mit Partnerorganisationen in Krisengebieten vertraut und hätten nach der Flutkatastrophe bestehende Partnerstrukturen aktivieren können. Sie verfügten zudem über das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).

Die Verwaltungskosten wurden mit "weit unter zehn Prozent" angegeben. Die eingehenden Spenden werden zu je einem Fünftel den Organisationen zugeteilt, hieß es.

Quelle: ap

 
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