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Nach Prügelattacke
Regierungskritischer Journalist in St. Petersburg gestorben

St. Petersburg: Journalist stirbt nach Prügelattacke
Nikolai Andruschtschenko, hier im Oktober 2016 in St. Petersburg, galt als Putin-Gegner. FOTO: ap, IS
Moskau. Sechs Wochen nach einer Prügelattacke ist der russische Reporter Nikolai Andruschtschenko gestorben. Der 73-Jährige Reporter erlag örtlichen Medien zufolge im Krankenhaus seinen Verletzungen. 

Andruschtschenko, der für die St. Petersburger Lokalzeitung "Nowy Peterburg" arbeitete, war am 9. März auf dem Weg zu einem Termin von Unbekannten überfallen und zusammengeschlagen worden. Seine Kopfverletzungen waren so schwer, dass er über Wochen im künstlichen Koma lag, wie das Petersburger Online-Portal fontanka.ru berichtete.

Der Chefredakteur von "Nowy Peterburg", Denis Uslow, wertete den Überfall auf Andruschtschenko als Angriff auf die kritische Berichterstattung seiner Zeitung. Andruschtschenko schrieb unter anderem über Kriminalität über Menschenrechte und galt als Gegner von Staatschef Wladimir Putin.

Er wurde aber auch kritisiert: Die Boulevardzeitung "Komsomolskaja Prawda" beschrieb seine Arbeit als tendenziös, Behördenvertreter hätten ihm zudem Verleumdung vorgeworfen. 

(kess/dpa)
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