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Wegen Tollwut-Gefahr: Stadtverwaltung in China lässt 37.500 Hunde töten

zuletzt aktualisiert: 17.06.2009 - 11:44

Peking (RPO). Um einen Ausbruch von Tollwut unter Kontrolle zu bekommen, sind in China 37.500 Hunde erschlagen worden. Durch das Töten freilaufender Hunde könnten Hundebesitzer dazu gebracht werden,  ihre Tiere zu Hause zu lassen, sagte ein Beamter der Stadtverwaltung von Hanzhong im Norden des Landes . Ddurch werde die weitere Ausbreitung der Krankheit verhindert. 

In Nord-China wurden tausende Hunde erschlagen, um die Ausbreitung von Tollwut zu verhindern.   Foto: EYEPRESS, AP
In Nord-China wurden tausende Hunde erschlagen, um die Ausbreitung von Tollwut zu verhindern. Foto: EYEPRESS, AP

Die Hundetötung löste einen Sturm der Entrüstung aus, nachdem Fotos davon im Internet auftauchten. Die Stadtverwaltung wurde daraufhin mit Protestanrufen überschwemmt. Internet-Nutzer versuchten sogar, einen Transport der Hunde von Hanzhong in andere Städte zu organisieren, um die Tiere zu retten.

Das Töten der Tiere sei im Kampf gegen die Tollwut-Epidemie unverzichtbar, erklärte ein Beamter des Agrardezernats von Hanzhong im Norden Chinas am Mittwoch. Seit Jahresbeginn seien in Hanzhong schon 13 Menschen an Tollwut gestorben, rund 6600 Bewohner seien von Hunden gebissen oder gekratzt worden. 

Massentötungen von Tieren im Kampf gegen Epidemien sind in China keine Seltenheit. Das Land hat bisher keine Tierschutzgesetze, an einem ersten Entwurf wird laut Medienberichten derzeit gearbeitet.

 

Quelle: AFP

 
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