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Tropensturm
22 Tote in Zentralamerika – "Nate" nimmt Kurs auf Louisiana

Sturm "Nate": 22 Tote in Zentralamerika - Hurrikanwarnung für Louisiana
In San Jose, Costa Rica, beobachten Anwohner den steigenden Tiribi Fluss, der bereits eine Straße fortgerissen hat. FOTO: rtr, JCU
Nach "Harvey", "Irma" und Maria" zieht ein neuer starker Sturm auf die USA zu. In Mittelamerika riss "Nate" bereits 22 Menschen in den Tod. Am Sonntag soll er als Hurrikan auf den US-Staat Louisiana treffen.

Mindestens 22 Menschen sind in Zentralamerika durch den Tropensturm "Nate" ums Leben gekommen. Allein in Nicaragua wurden 15 Menschen unter anderem durch Erdrutsche und Überschwemmungen getötet, bestätigte Vizepräsidentin Rosario Murillo. Der costa-ricanische Präsident Luis Guillermo Solís machte "Nate" für zwei Todesfälle verantwortlich. Am Wochenende könnte der Sturm auch das mexikanische Cancún und die US-Golfküste erreichen. In Louisiana wurden erste Evakuierungen angeordnet und der Notstand ausgerufen.

Katastrophenwarnung für ganz Nicaragua

Besonders schlimm war die Lage in Nicaragua, wo starker Regen in den vergangenen zwei Wochen bereits die Flüsse zum Anschwellen gebracht und das Erdreich aufgeweicht hatte. Für das gesamte Land galt eine Katastrophenwarnung, alle Schulen waren geschlossen. Zwei Frauen und ein Mann, die für das Gesundheitsministerium des Landes arbeiteten, seien bei einem überfluteten Kanal im Bezirk Juigalpa von den Wassermassen mitgerissen worden, sagte Murillo.

Ein Sprecher des US-Hurrikan-Zentrums erklärte, der Sturm könne in Nicaragua bis zu 50 Zentimeter an Regen mit sich bringen und damit eine gefährliche Überschwemmung verursachen. "Nate" erreichte am Donnerstagnachmittag eine Windgeschwindigkeit von bis zu 65 Kilometern pro Stunde und sollte in der Nacht noch weiter an Stärke gewinnen.

Bohrinseln werden evakuiert

In Costa Rica kamen nach Behördenangaben sieben Menschen ums Leben, 15 weitere wurden vermisst. Rund 5000 mussten wegen Überschwemmungen in Notunterkünften Zuflucht finden. Im Golf von Mexiko begannen Öl- und Gas-Unternehmen Bohrinseln zu evakuieren. Die für die Sicherheit der Plattformen zuständige US-Behörde erklärte, es seien bisher Arbeiter von sechs Bohrinseln in Sicherheit gebracht worden.

Der Gouverneur des US-Staats Louisiana rief den Notstand aus. Es wurde erwartet, dass "Nate" dort am Sonntagmorgen mit der Stärke eines Hurrikans auf Land treffen könnte. 1300 Soldaten der Nationalgarde seien mobilisiert, erklärte John Bel Edwards. Das empfindliche Pumpen-System in der Stadt New Orleans werde gesondert überwacht. Die Bevölkerung solle sich bereits am Samstagabend in Deckung begeben, sagte Edwards.

(juju/ap)
 
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