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Aufräumarbeiten in Irland
Sturm "Ophelia" erreicht Schottland

Ex-Hurrikan "Ophelia" vor Großbritannien
Ex-Hurrikan "Ophelia" vor Großbritannien FOTO: dpa, zeus hel pat
Dublin/Edinburgh. Der ehemalige Hurrikan "Ophelia" kostete in Irland drei Menschen das Leben. Es herrschte Chaos, Hunderttausende wurden von der Stromversorgung abgeschnitten. Es könnte Tage dauern, bis die Schäden beseitigt sind. Jetzt erreicht der Sturm Schottland.

Drei Tote, Hunderttausende Menschen ohne Strom, umgestürzte Bäume im ganzen Land: Der Ex-Hurrikan "Ophelia" hat für Chaos in Irland gesorgt. In der Nacht zum Dienstag zog der Sturm dann weiter in Richtung Schottland und Nordengland und brachte den Zugverkehr am Dienstag dort teilweise zum Erliegen.

Der Sturm brachte Sand aus der Sahara und Asche von Waldbränden in Portugal und Spanien mit und tönte den Himmel in weiten Teilen Großbritanniens orange. Die Sonne färbte sich rot.

Der irische Wetterdienst hob in der Nacht die höchste Sturmwarnung auf. Die Schulen blieben nach Angaben des Bildungsministeriums zwar noch einen Tag geschlossen, die Universitäten öffneten wieder. Straßen blieben teilweise gesperrt.

360.000 Menschen ohne Strom

Dem Energieunternehmen ESB Networks zufolge waren in Irland zeitweise rund 360.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Schuld daran waren umgestürzte Bäume und Strommasten im ganzen Land. Es werde bis zu zehn Tage dauern, bis alle Leitungen wiederhergestellt seien, teilte das Unternehmen mit.

Für Schottland und Nordostengland warnte der britische Wetterdienst auch am Dienstag vor starken Winden. Rund um Edinburgh war der Zugverkehr am Dienstagfrüh stark eingeschränkt. Teilweise kam es zu Stromausfällen. Auch im Norden Englands kam es zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr.

"Ophelia" ist bereits der zehnte Hurrikan, der sich in dieser Saison über dem Atlantik zusammengebraut hat. Der Sturm erreichte Mitte vergangener Woche südwestlich der Azoren seinen Höhepunkt, seitdem bewegt er sich in Richtung Nordosten.

Mit dem Eintritt in kühlere Regionen hat "Ophelia" teilweise an Kraft verloren und ist nun kein Hurrikan mehr. Doch die Rede ist vom heftigsten Sturm in Irland seit 50 Jahren.

Schulen und öffentliche Gebäude blieben geschlossen

"Ophelia" hatte das öffentliche Leben in Irland am Montag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern weitgehend lahmgelegt. Zwei Autofahrer starben, als ihre Wagen von umstürzenden Bäumen getroffen wurden. Ein Mann kam im Süden Irlands bei einem Unfall mit einer Motorsäge um, als er versuchte, einen umgestürzten Baum wegzuräumen.

Das Dach eines Fußball-Stadions in Cork im Süden des Landes stürzte teilweise ein. Am Flughafen Dublin wurden 180 Flüge gestrichen. Schulen und öffentliche Gebäude blieben geschlossen. Die Menschen wurden aufgerufen, in geschlossenen Räumen zu bleiben.

(dpa)
 
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