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Soldat aus Marokko
Weiterer UN-Soldat des Kindesmissbrauchs verdächtigt

Menschenrechte 2014: Die größten Konfliktherde
Menschenrechte 2014: Die größten Konfliktherde FOTO: afp, KLC/RBZ/ljm
New York. In der Zentralafrikanischen Republik hat offenbar ein weiterer Blauhelmsoldat ein Mädchen missbraucht. Bei dem mutmaßlichen Täter solle es sich um einen Soldaten aus Marokko handeln, verlautete aus Diplomatenkreisen.

Der Kommandeur der UN-Militärmission Minusca, Babacar Gaye, ordnete am Mittwoch Ermittlungen an, nachdem der Vorwurf aufgetaucht war. "Es wurden sofort Maßnahmen ergriffen, um das Opfer zu schützen und ihm zu helfen", erklärte Minusca. Die Vereinten Nationen riefen Marokko auf, ebenfalls Ermittlungen gegen den Verdächtigen einzuleiten.

Im Mai war ein Missbrauchsskandal durch Blauhelme in Zentralafrika publik geworfen: Mehrere Kinder sagten laut einem UN-Bericht aus, zwischen Dezember 2013 und Juni 2014 Opfer sexueller Gewalt am Flughafen der Hauptstadt Bangui geworden zu sein, der damals von französischen Soldaten gesichert wurde.

Die Kinder im Alter zwischen neun und 13 Jahren sollen gegen Essen oder Geld zu Sex gezwungen worden sein. Außer 14 französischen Soldaten werden auch mehrere Soldaten aus dem Tschad und aus Äquatorialguinea verdächtigt, an den Taten beteiligt gewesen zu sein.

 

(AFP)
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