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Notfall
Rettungsaktion am Südpol unter Extrembedingungen

Südpol: Dramatische Rettung unter Extremkonditionen
Mit diesem Flugzeug wurde die kranken Mitarbeiter der Südpolstation abgeholt. FOTO: ap
Washington. Der arktische Winter ist mit bis zu minus 60 Grad und durchgehender Dunkelheit eine besondere Herrausforderung. Zwei kranke Mitarbeiter mussten von der Südpolstation abgeholt werden - eine schwierige und aufwendige Angelegenheit.

In einer riskanten Rettungsaktion sind mitten im tiefsten antarktischen Winter zwei erkrankte Mitarbeiter von einer US-Forschungsstation direkt am Südpol ausgeflogen worden. Eine zweimotorige Twin-Otter-Maschine holte sie nach zehnstündigem Flug über den antarktischen Kontinent von der Scott-Amundsen-Südpolstation ab, wie die US-Wissenschaftsstiftung National Science Foundation (NSF) am Mittwoch mitteilte. Nach einem Zwischenstopp landeten die beiden Männer im südchilenischen Puntas Arenas.

Es war erst das dritte Mal, dass Mitarbeiter im antarktischen Winter von der Scott-Amundsen-Station geborgen wurden. Die extrem niedrigen Temperaturen und tiefe 24-stündige Dunkelheit in dieser Jahreszeit machen Flüge auf dieser Strecke gefährlich. Deshalb müssen die Mitarbeiter der Station, die nur 250 Meter vom geografischen Südpol entfernt liegt, dort normalerweise den gesamten neunmonatigen Winter ausharren.

Das kleine Flugzeug mit drei Besatzungsmitgliedern und einem medizinischen Team an Bord musste für die Bergungsaktion eine Strecke von 2200 Kilometern zurücklegen. Losgeflogen war die Maschine der kanadischen Gesellschaft Ken Borek Air von der britischen Station Rothera auf der Adelaide-Insel westlich der Antarktischen Halbinsel. Die Twin Otter ist für Flüge bei bis zu minus 75 Grad ausgerüstet. Treibstoff, Batterien und Hydraulik werden durch spezielle Heizanlagen vor dem Zufrieren geschützt.

Antarktis: Hier wird eine Polarstation aufgebaut FOTO: RPO

Männer sollen in Südamerika behandelt werden

Am Mittwoch flog die Maschine wieder von der Scott-Amundsen-Station los, um die beiden Kranken zunächst in die britische Forschungsstation Rothera zu bringen. Nach einem Zwischenstopp dort wurden sie in die südlichste Stadt Chiles geflogen, Puntas Arenas. Sie sollten dann in einem Krankenhaus in Südamerika behandelt werden - wo genau, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

"Es war wirklich ein Notfall", sagte NSF-Sprecher Peter West. Die beiden Mitarbeiter werden vom US-Unternehmen Lockheed Martin beschäftigt, das für die Logistik der Station verantwortlich ist. Woran sie erkrankten, teilte die NSF nicht mit. In der Scott-Amundsen-Station arbeiten 39 Männer und neun Frauen.

Weitere Details zu der riskanten Rettungsaktion finden Sie hier.

(AFP/vondi)
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